Überziehungszinsen nach Dispo: Teuer, teurer, Extra-Kosten

Überziehungszinsen-


Dispozinsen sind schon sehr hoch. Überziehungszinsen im geduldeten Bereich übersteigen nicht selten das persönliche Empfinden und „Moral und Anstand“. Zu allem Überfluss zieht offenbar die Mode einer pauschalen Überziehungsgebühr ein.

Überziehungszinsen

Geduldete Überziehungsbeträge auf dem Girokonto hinterlassen tiefe Spuren

Überzogene Girokonten bleiben ein teurer Spaß

Die Kritiken aus den Reihen der Politik sowie der Verbraucherschutz-Verbände haben offenbar nicht gefruchtet. Die Kreditinstitute scheinen resistent gegen jegliche Vorschläge und Forderungen zu sein, die hohen Dispozinssätze auf ein „Normalmaß“ hinunter zu fahren, welches sich den Ratenkredit-Konditionen wenigsten annähern würde. Dafür glänzten manche Geldhäuser durch ihre Argumentationen, warum hohe Dispozinssätze sein müssten.

Der Dispo-Zinssatz ist die eine Hälfte der möglichen Überziehungsbeträge auf dem Girokonto. Die andere Hälfte bildet die sog. „geduldete“ Kontoüberziehung. Sofern sich der durchschnittliche Dispo-Zinssatz in Deutschland im Bereich von 10 bis 11 Prozent befindet, schießen die Kosten bei in Anspruch genommenen Geldbeträgen über den Disporahmen hinaus in die Höhe.

Neben den Überziehungszinsen für Kredite vom Girokonto verlangen nun mehr immer mehr Banken eine separate Gebühr. So wies das Kreditportal Creditolo auf „innovative“ Gebühren für den geduldeten Überziehungsbereich u.a. bei den Geldhäusern Targobank, Deutsche Bank und norisbank hin. So verlangte die norisbank von ihren Kunden eine viertelmonatliche Gebühr in Höhe von 6,95 Euro, falls es im vorherigen Quartal zu einer Ausschöpfung des Disporahmens und die Inanspruchnahme höherer Geldbeträge gekommen ist. Die pauschale Gebühr werde erhoben, wenn die angefallenen Zinsen diesen Betrag nicht erreichten. Zinskosten über 6,95 Euro hinaus werden normal abgerechnet.

Interne Umschuldung zu einem Ratenkredit oft mit Hindernissen

Der Gedanke, den hohen Dispozinsen und den noch viel höheren Überziehungszinsen aus dem Weg zu gehen, in dem der Minusbetrag auf dem Girokonto einem Ratenkredit übertragen wird, ist nicht fern. Im Kritikaustausch der hohen Dispozinsen wiesen die Banken u.a. auf diesen „einfachen Weg“ hin.

Doch scheinbar stehen die Tore für eine günstigere Umschuldung nicht generell weit offen. Der Kunde könnte auf Probleme stoßen, falls der Ratenkredit bei einer anderen Bank angefragt würde.

In der Regel verlangen Kreditinstitute für die Bonitätsfeststellung die vollständigen Kontoauszüge der vergangenen Monate. Ein „dickes“ Minus am Ende könnte bereits zu einer Absage führen.
Creditolo wies darauf hin, dass weder ein Minus auf dem Konto, noch in den Kontoauszügen entdeckte Rücklastschriften bei allen Banken einen Ausschlussgrund zwingend darstellen muss. Der betroffene Kunde könnte nun eine Bank nach der anderen „abklappern“, oder sich einem Kreditvermittler zuwenden. Diese Vermittler verfügen über einen Bankenpool, aus dem der passende Anbieter nach den erforderlichen Kriterien heraus gepickt werden kann.

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