Senkung Dispokosten: Banken nur spärlich in Bewegung

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Der europäische Zinsmarkt ist derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau, dennoch ständig in Bewegung. Weniger agil treten jedoch die Banken und Anbieter eines Girokontos hervor, die zum größten Teil überhaupt nicht an veränderte Rahmenbedingungen wie ein reduzierter Leitzinssatz reagieren. Das gilt vor allem für die Anpassungen am Dispozins.

Lediglich vier Banken reagierten auf EZB Leitzinssenkung

Dispo Konto
Dispokosten: Zögerliche bis gar keine Anpassungen

Die meisten Banken kamen nach der Leitzinssenkung Anfang Mai 2013 durch die Europäische Zentralbank (EZB) nicht auf die Idee, den Dispozinssatz auch nur ansatzweise in die gleiche Richtung zu korrigieren. Wer sich als Kontoinhaber wundert, warum seine Bank die Zinsen für Kontoüberziehungen nicht nach unten anpasste, dann könnte das daran liegen, dass sein ausgewähltes Kreditinstitut weder die Norisbank oder die Deutsche Bank, noch die Berliner oder die comdirect Bank ist.

Die vier Kreditinstitute nahmen bereits Absenkungen zum Dispozinssatz vor und zum 01.Juli 2013 wollen die Santander Bank sowie der Mutterkonzern Santander Consumer Bank folgen. Die weiteren Geldhäuser sehen derzeit keine Veranlassung die Kosten für Kontoüberziehungen zu reduzieren, wie eine Nachfrage der Bild-Zeitung ergab. Die weitläufige Meinung, der Leitzinssatz der EZB wäre bindend für die an die Verbraucher angebotenen Konditionen, ist ohnehin ein Irrtum. Einmal ermöglicht der reduzierte Leitzins lediglich die günstigere Kreditvergabe an die Geldhäuser und zweitens besteht für die Banken gar keine Verpflichtung, sich an den Zinsvorgaben der Europäischen Notenbank zu orientieren. Daneben gibt u.a. auch den Euribor (Zinssatz für Interbankenhandel) als Leitlinie, an dem sich die halten können.

Direktbanken und Genossenschaftsbanken bieten derzeit die durchschnittlich geringsten Dispozinsen an. Die Spanne bewegt sich zwischen 5,25% bis 7,9%. Dennoch verlangen zahlreiche andere Banken die Zahlung deutlich höherer Überziehungszinsen bis hin zu knapp 14%. Der Marktdurchschnitt befindet sich laut FMH Finanzberatung derzeit bei rund 10,5%. Für die Kunden eines „chronisch“ überzogenen Girokontos auf die Dauer ein sehr teures Vergnügen.

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