Höherer Preis bei weniger Geld – Logik für Basiskonto Gebühren

Freie Preisgestaltung –


Wer wenig Geld zur Verfügung hat, soll auch mehr bezahlen. Diese Logik scheint vielen Banken als Grundlage für die Ausgestaltung der Preisstrukturen ihrer angebotenen Basiskonten zu dienen. Das sog. Jedermannskonto ist nach wie vor teurer als ein Standard-Girokonto.

Banking

„Weniger kostet eben mehr“ – Wohl das Motto für ein Basiskonto

Banken gestalten das „Marktübliche“ einfach selbst

Schon bald nach der Verpflichtung der Banken, ein sog. „Jedermanns-Konto“ anzubieten, stellte sich schnell heraus, dass ausgerechnet diese Girokonten für in der Regel „finanziell unterprivilegierten“ Kunden weitaus teurer sind als die parallel herkömmlichen Konten. Dies hat sich trotz Rüge bis heute nicht geändert. Ein solches Basiskonto mit den grundlegenden Kontofunktionen ist nach wie vor teils horrend teurer als ein Standard-Konto, wie Stiftung Warentest wiederholt feststellte.

Für die Hamburger Verbraucherzentrale ist dieser Zustand ein „Unding“. Immerhin sei ein Girokonto eine Voraussetzung, um am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Gehälter, Wohnungsmieten, Stromrechnungen, Handygebühren, etc. werden in aller Regel über ein Girokonto abgewickelt. Bis vor der Einführung eines verbindlichen Basiskontos konnten Banken „wirtschaftlich uninteressante“ Kunden einfach abweisen. Mit dem über eine EU-Richtlinie eingeführten Konto für Jedermann ist dies nicht mehr möglich. Konsumenten haben den Anspruch auf ein solches Basiskonto.

Die Verbraucherzentrale moniert die von der Bundesregierung umgesetzte „schwammige“ Regelung zur Kostengestaltung. Der Preis für ein Basiskonto solle „angemessen und marktüblich“ sein. Eine Steilvorlage für die Kreditinstitute, ihren Fantasien freien Lauf zu lassen, um das Marktübliche nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dies wird offenbar auch kräftig ausgenutzt, da die durchschnittlichen Kosten gegenüber der letzten Untersuchung vor zwei Jahren weiter angestiegen sind. Immerhin kam es auch schon zu Abmahnungen aufgrund zu hoher (unverschämter) Gebühren.

Basiskonto zwischen 0 Euro und 250 Euro

Stiftung Warentest (Ausgabe Dezember 2019) stellte die zahlreichen Angebote eines Basiskontos gegenüber und setzte dafür einen fiktiven Modellkunden an. An der Kostenspitze landete das Angebot der Salzlandsparkasse sowie knapp dahinter das Basiskonto der Targobank. Beide Geldhäuser verlangen von ihrem Basiskonto-Kunden 250 Euro pro Jahr. Nicht weit dahinter liegen die verlangten Gebühren in Höhe von 235 Euro bei der Sparkasse Holstein und 226 Euro bei der Hannoversche Volksbank.

Es gibt aber auch hier die rühmliche, aber leider seltene Ausnahme. Viele Banken verlangen weniger als 100 Euro pro Jahr für ein Basiskonto und mit PSD Karlsruhe Neustadt sowie Sparda Baden-Württemberg bieten zwei Banken das Basiskonto völlig ohne verlangte Jahresgebühr an.

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