Girokonto: „Kostenloskultur“ der Banken hat ein Ende

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Die Gebühren für die Dienstleistungen der Banken werden voraussichtlich weiter ansteigen. Mit dem Anhalten der niedrigen Zinsen endet bei den Geldhäusern auch die „Kostenloskultur“.

Institute werden „aufwandsgerechte“ Preise verlangen

Umsatzsteuer
Für Bankkunden wird es künftig richtig teuer

Die Bank- und Sparkassenkunden können sich auf noch höhere Gebühren für das Girokonto und weitere Finanzprodukte einstellen. Die Finanzaufsicht Bafin kündigte das ein „Ende der Kostenloskultur“ an, so ein von Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) veröffentlichter DPA-Bericht. Bisher kostenlose Bankdienstleistungen werden mit Gebühren behaftet und schon bestehende Entgelte werden angehoben.

„Wer Kunde einer gesunden Bank oder Sparkasse sein will, muss akzeptieren, dass das Institut aufwandsgerechte Preise verlangt und neue Ertragsquellen erschließt, wenn alte versiegen“, so Bafin-Chef Felix Hufeld.

Die Gewohnheit der Öffentlichkeit an Dienstleistungen zum Nulltarif sei verständlich, aber auch kurzsichtig. Die Banken und Sparkassen werden mit dem Anhalten der Niedrigzinsen noch mehr belastet und die Zinsüberschüsse schmelzen in den folgenden Jahren deutlich ab. Der Druck auf die Geldhäuser könnte mit einem Abflauen der Konjunktur noch weiter ansteigen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) betonte mehrmals, an der Politik der niedrigen Zinsen festhalten zu wollen. Die Inflation in der Eurozone und in der Bundesrepublik sind seit Jahresanfang bereits deutlich über dem Niveau der vergangenen Jahre. Dennoch pumpt die EZB weiterhin 60 Milliarden Euro pro Monat mit Anleihekäufe in die Märkte. Der Leitzins (Refinanzierungszins) bleibt vorerst auf Null. Das überschüssige bei der EZB geparkte Kapital der Finanzinstitute wird mit einem Strafzins von 0,4 Prozent behaftet.

Das Ende der Finanzierungskette bilden stets die Konsumenten. Steigende Kosten zulasten der produktiven Arbeitnehmer in der „realen Wirtschaft“ für die Befriedigung des Gewohnheitsrecht für satte Gewinne der Banken sind die logische Konsequenz.

Der Ausstieg aus dem Girokonto gestaltet sich allerdings als äußerst schwierig. „Fast nichts mehr“ geht ohne ein Girokonto. Für die Konsumenten bleibt lediglich der Vergleich, welche Bank die Kosten möglichst niedrig oder sogar noch auf Null hält.

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