EZB Zinspolitik: Negativzinsen für Haspa-Kunden

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Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dringt immer mehr beim Endkunden durch. Nun will auch die Hamburger Sparkasse eine Gebühr für die Bewahrung von Kundengeldern einführen. Vorerst soll es keine Privatkunden treffen.

Negativzins dringt weiter zum Kundenkreis vor

Euro Untergang
Negative Zinsen für alle - Frage der Zeit

Der Negativzins in der Eurozone rückt dem Privatkunden immer näher. Mit der Hamburger Sparkasse (Haspa) folgt das nächste Kreditinstitut, das in Kürze für Geldeinlagen statt Zinsen ein „Verwahrungsentgelt“ im Programm haben wird. Vorerst soll der eigentliche Negativzins für Geldeinlagen nur für Unternehmenskunden und institutionelle Anleger gelten. Die Erklärung der Haspa ist unmissverständlich. „Die auf Dauer angelegte Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht es auch für uns notwendig“, so die Begründung von Haspa-Sprechering Stefanie von Carlsberg zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Haspa führe derzeit Gespräche mit den Betroffenen Kunden.

Derzeit liegt der Leitzins (Hauptrefinanzierungszins) bei 0,0 Prozent. Banken können sich von der EZB Geld faktisch zum „Null-Zins“ ausleihen. Überschüssige Gelder werden von den Banken u.a. bei der EZB hinterlegt. Dafür verlangt die Zentralbank aktuell einen Negativzins von -0,4 Prozent. Die Schlussfolgerung lautet somit: Je mehr Kundengelder bei den Banken angelegt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kreditinstitute den EZB-Negativzins an diese Kunden weiterreichen.

Lt. Haspa sollen Privatkunden von negativen Zinsen so lange wie möglich verschont bleiben, aber ein Weiterreichen der „EZB-Gebühren“ könne für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

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