Der scheinbare „Kampf gegen hohe Dispokosten“ wird fortgesetzt

Dispoproblem Girokonto-


Die Politik hält offenbar noch am „Kampf gegen hohe Dispokosten“ fest. Der Verbraucherschutzminister Heiko Maas frischte die Variante einer Beratungsverpflichtung der Banken bei dauerhafter Dispo-Nutzung auf.

Kostenfalle Dispozinsen

Die „Kampfansage“ gegen hohe Dispokosten könnte sich als Entgegenkommen zu den Banken entpuppen

Der „Kampf gegen Dispokosten“ ist noch nicht versickert

Eine gute Nachricht für alle Kunden eines Girokontos, die noch zu allem „Überfluss“ den Dispo oder gar den geduldeten Kreditrahmen darüber hinaus nutzen. Das Thema ist noch nicht im politischen Sande verlaufen. Bundesverbraucherminister Heiko Maas (SPD) frischte das Thema „Kampf gegen zu hohe Dispozinsen“ in einem Gespräch mit RP Online (Samstag) auf.

Anfang März 2014 verkündete Maas seine guten Absichten, die Verbraucher vor zu hohen Dispozinsen zu schützen. Die deutschen Banken sollen in die Pflicht genommen werden. Sollte der Girokonto-Kunde bereits dauerhaft den Disporahmen in Anspruch nehmen, so müsse das Kreditinstitut auf seinen Kunden zugehen und eine Beratung anbieten, wie die hohen Kosten vermieden werden könnten.

Der Vorschlag scheint noch nicht begraben worden zu sein. Derzeit laufen Gespräche mit der Kreditwirtschaft, wie das Problem der hohen Dispokosten vermieden werden könnte. „Wenn ein Kunde dauerhaft im Dispo steckt, sollte die Bank ihm eine Beratung über kostengünstigere Alternativen anbieten, etwa die Umwandlung in einen Ratenkredit“, so der Vorschlag des Verbraucherschutzministers.

Maas fordert zusätzlich mehr Transparenz für die Verbraucher. Dazu gehöre auch die Vergleichbarkeit der Dispozinsen über das Internet. Mit dieser „Klarheit“ verspricht sich der Minister ein schwierigeres Umfeld der Banken. Die Kreditinstitute hätten es immer schwerer, „in der jetzigen Niedrigzinsphase noch so hohe Dispozinsen abzuverlangen. Ich hoffe, dass dadurch die Dispozinsen auf breiter Front weiter sinken“, so der SPD-Politiker.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ und für Banken ein „halber Persilschein“

Der deutsche Durchschnittsverbraucher ist ein „Gewohnheitstier“. Veränderungen im Alltagsablauf ist er eher abgeneigt. Anders ist der sichtliche „Widerwille“ zum Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter, das Umlagern der Spargelder auf ein lukrativeres Konto, geschweige der Einstieg in eine chancenreiche Kapitalanlage kaum zu erklären. Die Hoffnung des Verbraucherschutzministers, die Banken würden die Dispozinsen flächendeckend senken, geht wahrscheinlich nicht auf.

Die Chefetagen der Banken kennen ihre Schützlinge nur zu genau. Der Dispokredit zum Girokonto wird bereitwillig zur Verfügung gestellt, scheint es doch nichts Bequemeres für die Kunden zu geben.

Ein Gesetz, das die Banken zur „Aufklärung“ und Beratung ihrer Kunden verpflichtet, ist eine Steilvorlage für die Bankberater. Ein Beratungsgespräch mit dem Kunden ist die Gelegenheit schlechthin, um auf die Vorzüge ganz anderer Finanzprodukte hinzuweisen. Das Beste daran: Der Gesetzgeber gibt mit dieser Auflage sogar Rückendeckung, denn die Bank ist ja schließlich zur Kontaktaufnahme mit dem Kunden verpflichtet.



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