Beliebtes Werkzeug Kontoabfrage – 2018 neuer Rekord

Konto & Depot-


Die Kontoabfrage durch Behörden bzw. Institutionen hat sich im Bundesgebiet zu einem beliebten Werkzeug entwickelt. Das Ausforschen von Kontodaten wird im Jahr 2018 einen neuen Rekord aufstellen.

Im Jahr 2017 rund 137.000 Kontoabfragen

Schnüffelei
Behörden schnüffeln Konten immer mehr aus

Deutsche Behörden führen immer mehr Kontoabfragen durch. Bis Ende September 2018 wurden Banken und Sparkassen insg. 107.346 mal aufgefordert, Daten von „Delinquenten“ herauszugeben. Gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres ein Anstieg um rund 2.000 Kontoabfragen, wie Focus unter Berufung auf Angaben der Finanzaufsicht BaFin berichtet. Im vergangenen Jahr führten Finanzbehörden, Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaft, Gerichte und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie insg. 137.000 Kontoabfragen durch. Jobcenter (Arbeitsagenturen) und Gerichtsvollzieher gehören ebenfalls zu den Abfrageberechtigten. Im Jahr 2004 lag die Zahl bei rund 39.000 Abfragen, nachdem der Gesetzgeber im Jahr 2003 Tür und Tor für das Ausforschen von Kontoinhaber geöffnet hatte.

Die bei den Institutionen offensichtlich sehr beliebte Schnüffelmethode dient nach offiziellen Verlautbarungen natürlich der Verfolgung bzw. Prävention von Straftaten wie Terrorismus und Geldwäsche.

Zu den abgefragten Daten der Kontoinhaber zählen u.a. Geburtsdatum, Tag der Kontoeröffnung, Konto- bzw. Depotnummer, Inhaber und evtl. Verfügungsberechtigte. Kontobestände und Geldtransfers werden bei Kontoabfragen angeblich nicht angegeben.


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