Banken passen Girokonto-Konditionen an – Kostenloses wird seltener

Girokontokosten-


Die Banken passen seit geraumer Zeit die Kosten, Gebühren und Guthabenzinsen ihrer Girokonten an. Das Niedrigzins-Dilemma wird in aller Regel auf die Kunden abgewälzt. Darüber können auch Konditionsanpassungen für vermeintliche Verbraucher-Vorteile nicht hinweg täuschen. Dennoch sind nach wie vor rundum kostenlose Girokonten zu haben.

Konto

Spürbare Steigerungen bei Kontokosten aber nur sichtbare Konditionsverbesserungen

Kosten anheben und am hohen Dispozins festhalten

In den vergangenen Jahren gab es bei den Girokonten zu Kosten, Gebühren und Zinsen einige Veränderungen. Diverse Anpassungen wurden von den Kreditinstituten schleichend vorgenommen, andere wiederum von „heute auf morgen“. Unterm Strich tendieren die neuen Konditionen zur Kompensation der „entgangenen Gewinne“ für die Banken aufgrund der beständigen Niedrigzinsphase.

Für den Verbraucher sehr spürbare Anpassungen bei den Girokonto-Konditionen sind fallende Guthabenzinsen, steigende Grundgebühren und die Einführung von Entgelten für die „konservative“ Überweisung über den Papier-Weg. Im Gegenzug nahmen zahlreiche Geldhäuser für den Kunden vermeintlich vorteilhafte Anpassungen vor, die zwar sehr sichtbar in den Vordergrund gestellt wurden, dem Verbraucher allerdings in der Praxis kaum einen Nutzen bringen.

Guthaben auf dem Girokonto stellt für die Banken kaum mehr eine Grundlage, um noch nennenswerte Renditen zu erwirtschaften. Die einst noch teils sehr attraktiven Zinsen für die Kontoguthaben wurden radikal gesenkt und teilweise sogar auf eine Null gesetzt.

Wenn die Einnahmen auf der einen Seite wegbrechen, müssen sie eben an einer anderen Stelle zufließen. So stellte die unabhängige FMH-Finanzberatung fest, dass einzelne Kreditinstitute in den vergangenen Jahren die Jahresgebühren für Kredit- und Zusatzkarten anhoben. Andere Banken greifen bei beleghaften Buchungen verstärkt zu.

Wenig Anreize für Anpassungen stellte FMH im Bereich der Dispozinsen fest. Nach wie vor sind die Unterschiede bei den verlangten Dispokredit-Zinsen enorm. Die Zone von über 10 Prozent Zinsen wird nach wie vor von Sparkassen, Volksbanken und diversen Geschäftsbanken besetzt. Die vom Sparkassenverband wohlwollend angekündigte Streichung der Überziehungszinsen von rund der Hälfte der Institute ist dagegeben mehr „heiße Luft“ als Substanz. Lediglich rund 4,4 Prozent aller Dispo-Nutzer reizen den Bereich des Überziehungskredits aus, so eine FMH-Analyse. Der durchschnittliche Überziehungsbetrag liegt demnach gerade mal bei ca. 200,- Euro.

Die unabhängige Finanzberatung rechnete es vor. Im Schnitt nutzen 17 Prozent der Kunden ihren Dispo. Das durchschnittlich genutzte Dispovolumen beträgt 1.050 Euro. Bei einem Stamm von 1 Millionen Girokonto-Kunden und einem Dispozins von zehn Prozent nimmt die Bank pro Monat rund 1,5 Millionen Euro ein. Der Verzicht auf die Überziehungszinsen resultiert bei den gerade 4,4 Prozent der Kunden, die den Überziehungsrahmen tatsächlich in Anspruch nehmen, in einem „Verlust“ von gerade mal 6.300 Euro pro Monat. Das Absenken des Dispozinses um lediglich 1 Prozent würde dem Kreditinsitut jedoch rund 15.000 Euro pro Monat kosten.

Dennoch gibt es sie nach wie vor, die Girokonten komplett ohne Gebühren und sogar mit Guthabenzinsen und Boni-Programmen.



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