Wie soll ein Vermögensplan aussehen? Sparplan Vermögensaufbau

Anlageberatung Vermögensplan-

Grundsätzlicher Unterschied: Vermögensaufbau oder -ausbau


Gleich zur Einleitung: Ein pauschales Modell für den Vermögensaufbau gibt es nicht. Gewisse Standards gelten für jede Sparform, aber der „ideale“ Vermögensplan muss individuell ausgearbeitet werden.

Der relative Begriff „Vermögen“ besitzt je nach Betrachtungsweise eine völlig unterschiedliche Größe.
Die absolute Zahl 10.000,- Euro stellt aus der einen Richtung gerade mal den Inhalt der Kaffeekasse dar, aus der anderen Blickrichtung das scheinbar unerreichbare Ziel eines puren Vermögens.

Sparen
Sparplan oder gleich
Vermögensaufbau?
Bidl: Petra Bork / pixelio.de

Sparen ist nach wie vor eine der „Deutschen Tugenden“. Das Klischee des stets sparsamen Deutschen hat weit mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Wer am Ende des Monats lediglich noch einen Restbetrag zur Verfügung hat und immerhin das Minus auf dem Konto vermeidet, wird mit einem Sparplan nicht viel am Hut haben. Dafür wird an anderen Ecken und Enden erfolgreich (ein-) gespart. Ein Kapitalaufbau oder Vermögensplan steht jedoch in weiter Ferne.

An diesem Punkt finden sich diverse Unterschiede zu den Bezeichnungen „Sparplan“ und „Vermögensaufbau“. Obwohl im Prinzip das gleiche Ziel gemeint ist, das Vermehren des eigenen Kapitals, wird mit der Wortwahl gerne eine separate Zielgruppe angesprochen. Der „Kleine“ spart und die bereits Besitzenden bauen ihr Vermögen aus. Wer über das Ziel hinausschießt, hat am Ende mit der Suche nach einem kompetenten Vermögensberater zu kämpfen. Eine „Last“ die sich viele Sparer herbei sehnen wollen.

Ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten für Sparen und Vermögensaufbau

Ein üblicher Sparplan sieht monatliche Beiträge auf ein Sparkonto vor. Die Höhe der Einzahlungen varieren nach den finanziellen Möglichkeiten. Meist werden für Sparpläne monatliche Beiträge ab 50,- Euro angesetzt. Die Laufzeit kann begrenzt sein, oder auch ein offenes Ende haben. Klassische Beispiele sind Tagesgeldanlagen sowie die weniger lukrativen herkömmlichen Sparbücher.

Der Vermögensplan kann auf sehr zahlreichen Wegen umgesetzt werden. Ein erheblicher Unterschied zu den monatlichen Sparbeiträgen ist ein bereits bestehendes Grundkapital. Einmalige Einlagen lassen sich flexibler einsetzen als die monatliche Überweisung auf ein Sparkonto.

Die einfachste Form wäre ein klassisches Festgeldkonto. Ein einmaliger Betrag wird festverzinst für eine bestimmte Laufzeit angelegt. Durchaus rentabel und das ideale Gebiet für auf Sicherheit fixierte Anleger. Ist das eingesetzte Kapital entsprechend hoch, können Anleger bei monatlicher Zinszahlung durchaus von einem regelmäßigen Zusatzeinkommen sprechen.

Etwas lukrativer und flexibler, der Handel mit Wertpapieren

Mehr Chancen verspricht der Wertpapiermarkt. Nicht für jeden Anlegertyp gleich geeignet, aber die Rendite Chancen übersteigen die derzeit marktüblichen Festzinsen, sofern kurzfristige bis mittelfristige Laufzeiten angesetzt werden. Dennoch punktet das Aktiengeschäft mit ihrer Flexibilität. Eine Festzinsanlage läuft per starrem Laufzeit-Modell. Wertpapiere können zu jeder Zeit gekauft oder verkauft werden. Anpassungen zu veränderten Marktbedingungen lassen sich schnell umsetzen.

Ein Mittelweg für Rendite-Chancen und Sicherheit bilden Fonds-Sparpläne. Banken und Broker stellen ausgewogene Fonds zusammen, die moderate Renditen versprechen und dennoch gegen größere Marktschwankungen einen großen Puffer vorweisen. Fonds-Sparpläne sind mit monatlichen Beiträgen verbunden und gehen somit den gleichen Weg wie (zinsarme) Sparbücher.

Der Kapitalaufbau kann sich als äußerst schwierig erweisen

Wäre der Vermögensaufbau spielend einfach, gäbe es lt. Statistiken weniger rote Zahlen auf den Girokonten. So mancher gewagte Vermögensaufbau endete in einem bitteren Totalverlust. Besonders 2007 / 2008 zeigten auf, dass ein vermeintlich genialer Vermögensplan der komplette Fehlgriff gewesen ist. Viele der Gescholtenen haben sich bis heute nicht erholt und sehen zu, wie sie täglich über die Runden kommen.

Sparer und Anleger sind nicht ohne Grund verunsichert und vorsichtiger geworden. Dem Versprechen des Meistbietenden wird nicht mehr so schnell der Glauben geschenkt. Sogar Anpreisungen von hohen Sicherheiten in der Anlage werden lieber noch mal hinterfragt. An sich eine „gesunde Verunsicherung“ die durchaus positive Wirkung zeigt.

Unabhängige oder provisionierte Anlageberatung Vermögensplan?

Vermögensplanung
Vernünftiger Plan
Vermögensaufbau

Ein Ansatzpunkt zur richtigen Einschätzung der Beratungsqualität ist bereits die Feststellung, von wem der Anlagenberater bezahlt wird.

Ist der Berater von der Bank, dann ist eine völlige Unabhängigkeit so gut wie ausgeschlossen. Arbeitet der Berater frei, verlangt aber keine Vergütung für seinen Service, gilt exakt das Gleiche. Verlangt der Finanzmakler ein Beratungshonorar, scheint er sein Wissen wirklich unhabhängig von Provisionszahlungen umzusetzen.

Ganz besonders bei der Beratung zum Vermögensplan sollte nicht zum „Billigsten“ gegriffen werden. Es geht dabei nicht um eine einmalige Ausgabe für ein billiges Produkt, sondern um einen Haufen Geld. Ein verkraftbarer Schaden wäre das Versäumen weiterer möglicher Renditen, anders sieht jedoch ein kompletter Vermögensverlust aus.

Nun sind nicht alle Finanzmakler, Banken und Anlageberater über einen Kamm zu scheren. Neben einen Haufen Spreu bleiben immer noch eine Menge Körner übrig. Die Vergangenheit hat aber vielfach gezeigt, dass auch „renomierte“ Banken keine Scheu davor haben, dem Privatanleger hoch brisante Wertanlagen anzudrehen. Die Provision zählt, die Bilanzen müssen stimmen.

Ausgangspunkt – Der Weg – Das Ziel

Um überhaupt einen Ansatz für die Anlageberatung Vermögensplan finden zu können, sind die finanziellen Voraussetzungen und gewünschten Ziele zu berücksichtigen.

Wieviel Geld steht überhaupt zur Verfügung? Sind monatliche Sparbeiträge geplant, oder soll ein vorhandenes Kapital eingesetzt werden? Was ist der Zweck des Sparplans, einfach nur sparen, für die Altersvorsorge, geplanter Erwerb einer Immobilie, etc.? Wie hoch ist die Risikobereitschaft, möglichst hohe Kapitalsicherheit, möglichst hohe Renditen?

Für die Eröffnung eines einfachen Sparbuchs sind diese Fragen irrelevant. Wer jedoch ernsthaft einen Vermögensplan aufstellen will, muss sich vorweg über die offenen Fragen Gedanken machen. Je nach Ausgangslage stehen die unterschiedlichen Wege für den Vermögensaufbau zur Verfügung. Den „optimalen“ Sparplan von der Stange gibt es nicht.

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