Wertguthaben durch Arbeitsleistung – „Zeitkonto“ ansparen

Wertguthaben-


Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wirbt erneut für die Möglichkeiten eines Wertguthabens. Angesparte Überstunden und Sonder-Entgelte können über ein sog. „Zeitkonto“ gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden.

Wertguthaben durch Arbeitsleistung

Arbeitszeitverkürzung
Arbeitszeit Renten-unschädlich verkürzen

Wer bereits als „zinsgeschädigter“ Sparer auf der Suche nach alternativen Geldanlagen ist, wird seine Blicke vielleicht schon mal auf Wertsachen gerichtet haben. Ins Auge stechen besonders Immobilien und Edelmetalle. Insbesondere der Immobilienbesitz wird nicht jedermanns Sache sein, da als bereits als „vernünftige Dreingabe“ ein beachtliches Kapital für die Finanzierung mitgebracht werden sollte. Gold ließe sich im Gegensatz zu Immobilien (echte, keine Fondsanteile) in kleinere Happen stückeln und können so auch für den „kleinen Mann“ das gewünschte Sicherheitsgefühl einbringen.

Beide Varianten sind jedoch nicht mit einer klassischen Sparanlage, wie z.B. ein Tagesgeld oder Festgeld, zu vergleichen. Weder Immobilien noch Gold „werfen Zinsen ab“ und deren „Werte“ können je nach Marktentwicklungen in eine ungewünschte Richtung abdriften. Mit einem finanzierten Eigenheim sollten die Einkommensverhältnisse darüber hinaus als möglichst gesichert gelten.

Modell Wertguthaben nach Bundesministerium für Arbeit und Soziales

„Mit Arbeit verdient man Geld“ und wer nicht weiß wohin damit, könnte ersatzweise ein „Arbeitszeitkonto“ mit Werten auffüllen. Das Bundesarbeitsministerium wirbt erneut mit einer Wertguthaben-Variante der besonderen Art.

Von der grundsätzlichen Idee basiert das Arbeits- Wertguthaben auf das Ansparen von Arbeitszeit oder einen Teil des Lohns. Die Ansparphase ist für eine langfristige Periode vorgesehen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Guthaben z.B. für die Kindererziehung, Weiterbildung oder die Pflege verwendet werden können. Die Auszeit wäre sozialversicherungsrechtlich gedeckt.

Das Wertguthaben könnte auch zur Verkürzung der Lebensarbeitszeit verwendet werden. Mit der angesparten Arbeitszeit soll der Eintritt in das Rentenalter zu einem früheren Zeitpunkt ohne Abschläge bei der Rente möglich sein.

Von der Arbeitsleistung können Arbeitszeitguthaben, Überstunden und Urlaubsansprüche „abgezweigt“ und in das Wertguthaben-Konto übertragen werden. Seit 2009 ist das jedoch nur mit vorheriger Umrechnung in Geld möglich. Steht bereits ein Geldwert zur Verfügung, so lässt sich dieser direkt einzahlen. Dazu zählen z.B. Teile vom Bruttoentgelt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Tantiemen, Boni, Abfindungen, Überstundenvergütungen, etc.

Eine Mindest-Einzahlsumme ist nicht erforderlich, können aber wie die Höchstsumme auch individuell festgelegt werden.

Das Wertguthabenmodell ist für alle Personen geeignet, die nach dem sozialversicherungsrechtlichen Sinn Beschäftigte sind, also Angestellte, leitende Angestellte und Arbeiter. Sogenannten Geringverdienern steht das Wertguthaben ebenfalls zur Verfügung. Bei Beschäftigten mit einem Minijob sollte darauf geachtet werden, dass in einer Freistellung die Entgelte den Betrag von 450 Euro nicht übersteigen. Einen generellen Anspruch für die Einrichtung eines solchen „Zeitkontos“ gibt es aber nicht.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zu dem Thema Wertguthaben Mitte Mai 2013 neue Informationen veröffentlicht, die u.a. zahlreiche Fragen zu den Anlagen und deren Sicherheiten für Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber beantworten. Infomaterial.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.