Mittwoch, den 17. Oktober 2018

Vorliebe der Deutschen für Bargeld reißt nicht ab

Bargeld


Die Vorliebe der Deutschen für Bargeld reißt nicht ab. Im Gegenteil. Innerhalb der letzten zehn Jahr hat sich der Bargeldbestand in den deutschen Haushalt mehr als verdoppelt.

Neben Niedrigzinsen spielt Vernunft eine Rolle

Bargeld

Bargeldbestände wachsen weiter an

Die Liebe der Deutschen zum Bargeld lässt nicht nach. Im Gegenteil. Der Bestand an Bargeld in den deutschen Privathaushalten wächst immer mehr an. Inzwischen horten die Deutschen mehr als 200 Milliarden Euro an Bargeld in den eigenen vier Wänden, so eine Studie von Barkow Consulting, wie Welt berichtete. Demnach ist das Volumen geschätzt auf 202,3 Milliarden Euro angewachsen.

Damit hortet statistisch jeder der gut 82 Millionen Bundesbewohner fast 2.450 Euro in Bar. Der „Startschuss“ des vermehrten Bargeld-Hortens fiel vor rund zehn Jahren mit dem Beginn der Banken- und somit Finanzkrise. Zu diesem Zeitpunkt ist erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro Bargeld überschritten worden. Die Analysten stellten einen weiteren Schub für vermehrtes Bargeld in den Haushalten im Jahr 2013 fest. Derzeit nehme die Menge des Bargelds in den eigenen vier Wänden um rund 10 Prozent jährlich zu.

Peter Barkow, Finanzdienstleister Barkow Consulting, erklärt die Zunahme von Bargeld in den Haushalten aufgrund der niedrigen Zinsen. Es lohne sich nicht mehr, das Geld zu einem Kreditinstitut zu bringen. Daneben komme noch in Betracht, dass Reiche womöglich fällige Strafzinsen vermeiden wollen.

Die signifikante Zunahme der Bargeldbestände in den Haushalten dürften den Befürwortern der Bargeldabschaffung zuwiderlaufen. Welt nennt es „die manische Liebe der Deutschen zum Bargeld“. Vielmehr dürfte „Vernunft“ die treffendere Bezeichnung sein.




  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Australien leitet Schritt für Bargeldabschaffung ein
Australien leitet Schritt für Bargeldabschaffung ein

Bargeld – Australien unternimmt als weiteres Land einen Schritt für die sugzessive Abschaffung des Bargelds. Für Firmen sollen Obergrenzen für Barbezahlung gelten und Denunziation... 

Konsumenten setzen Bargeld immer öfters ein
Konsumenten setzen Bargeld immer öfters ein

Bargeld – Die Konsumenten halten nicht nur am Bargeld fest, sondern setzten weltweit die Scheine und Münzen sogar noch häufiger ein. Besonders beliebt ist die Barzahlung... 

Zahl der verfügbaren Bankautomaten schrumpft
Zahl der verfügbaren Bankautomaten schrumpft

Bargeldabschaffung – Die Zahl der im Bundesgebiet aufgestellten Bargeldautomaten ist geschrumpft. Offenbar soll die Bargeldabhebung unbequem und verteuert werden, als Maßnahme... 

Mehrheit der Bundesbüger hält an Bargeld fest
Mehrheit der Bundesbüger hält an Bargeld fest

Bundesbank Studie – Die deutliche Mehrheit der Bundesbürger will am Bargeld festhalten. Bargeldabschaffung bedeutete persönliche Einschränkung sowie Probleme für bestimmte... 


  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Netto-Geldvermögen der Deutschen um 66 Mrd. € angewachsen
Netto-Geldvermögen der Deutschen um 66 Mrd. € angewachsen

Sparer – Das Netto-Geldvermögen der Deutschen kletterte während des zweiten Quartal 2018 um weitere 66 Milliarden in die Höhe. Der Löwenanteil des angestiegenen Vermögens... 

Goldpreis Mitte Oktober von Unsicherheiten angetrieben
Goldpreis Mitte Oktober von Unsicherheiten angetrieben

Edelmetalle – Der Goldpreis wird Mitte Oktober offenbar angetrieben von den Einbrüchen an den Aktienmärkten und den Unsicherheiten durch die noch immer andauernden Verhandlungen... 

Private Haushalte in Eurozone zögerlich mit Sparneigung
Private Haushalte in Eurozone zögerlich mit Sparneigung

Sparen – Die privaten Haushalte in der Eurozone sind nach dem Beginn der von privaten Banken ausgelösten Finanzkrise nach wie vor relativ zurückhaltend mit ihrer Sparneigung.... 

Sparvermögen Privathaushalte nach Jahren erstmals geschrumpft
Sparvermögen Privathaushalte nach Jahren erstmals geschrumpft

Vermögen – Das Sparvermögen der deutschen Privathaushalte ist aufgrund anhaltend niedriger Zinsen, der angestiegenen Inflation sowie sehr unterschiedlich entwickelten Aktienmärkten... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbedingungen

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.