Vermögenszuwachs Haushalte 2016 bei 4,1%

Montag, den 20. August 2018

Vermögenszuwachs Haushalte 2016 bei 4,1%

Geldanlagen


Trotz der rekordverdächtig niedrigen Zinsen holten die Privathaushalte der Bundesrepublik im Jahr 2016 ein Vermögenszuwachs von 4,1 Prozent heraus. Ein Sparerfolg, der wohl nur auf eine geringe Anzahl der Haushalte zurückzuführen ist.

Trotz Niedrigzinsen ist Vermögen um 230 Mrd. Euro gewachsen

Sparanlagen

Spar-Erfolg blieb wohl wenigen gegönnt

Die Zinsen lagen im Jahr 2016 am Boden und dennoch wuchs das Vermögen der Sparer in der Bundesrepublik deutlich an. Die Geldvermögensbestände der privaten Haushalte sei lt. den vorläufigen Berechnungen der DZ Bank um fast 230 Milliarden Euro auf gut 5,7 Billionen Euro angestiegen, wie F.A.Z. berichtete. Ein Anstieg um 4,1 Prozent (4,8 Prozent im Vorjahr).

Ausschlaggebend für den trotz Niedrigzinsen angestiegenen Vermögensstand der Privathaushalte sei der Aktienmarkt und sein fulminanter Spurt zum Jahresende sowie der „anhaltende Sparfleiß der Bürger“ gewesen.

Im vergangenen Jahr stieg die Sparquote nach Einschätzung der DZ Bank von 9,7 Prozent im Vorjahr auf 9,8 Prozent an. Somit legten die Bundesbürger pro 100 Euro verfügbarem Einkommen im Schnitt 9,80 Euro in eine Geldanlage.

Die Sparquote begünstigt habe u.a. die positive Einkommensentwicklung. Das nominal verfügbare Einkommen sei nach Sicht der DZ-Bank Ökonomen im Jahr 2016 um gut 2,5 Prozent gestiegen. Die Inflation habe für nur einen geringen Kaufkraftverlust gesorgt.

Der „große Vermögenssprung“ wurde allerdings nicht mithilfe von niedrig verzinsten Anlagen erreicht. Dennoch scheinen die Bundesbürger an den klassischen Anlageprodukten wie Tages– und Festgeld sowie Girokonten festzuhalten. Die meisten Sparer gingen nur geringe Risiken ein und hielten sich von Aktien- bzw. Wertpapieranlagen fern. Der Anteil des Geldvermögens aus direkten Anlagen in Aktien sei mit lediglich 7 Prozent sehr gering.


Somit ließe sich anhand der Konstellation aus Geldanlagen und Zugewinn erkennen, dass der mit Abstand größte Vermögenszuwachs auf die ohnehin schon sehr vermögenden Privathaushalte zurückfiel.

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