Trotz Sparerverluste bleibt das Engagement zum Aktienhandel gering

Sparerverluste-


Die von den deutschen Sparern vor rund zwei Jahren erklärten Absichten zum Wertpapier-Engagement haben sich soweit bewahrheitet. Ein Viertel der Deutschen haben etwas mit Aktienhandel zu tun, mehr aber auch nicht. Der „große Rest“ sieht dabei zu, wie der Geldwert des Ersparten dahin schmilzt.

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Die Skepsis überwiegt beim Deutschen, wenn dieser vor der Entscheidung steht, neben seinen geliebten Sparbüchern und Tagesgeldkonten noch ein Depot anzuschaffen. Der Wertpapierhandel ist in Deutschland zwar keine exotische Anlagenstrategie, aber den Charakter eines Nischendaseins konnte der Handel über den Börsen noch nicht abschütteln. Im europäischen Vergleich steht das Engagement der deutschen Aktien-Akteure etwas abgeschlagen auf weitem Felde.

Die comdirect Bank ermittelte im Rahmen des comdirect Wertpapierradar Europas vor zwei Jahren die Einstellung der Sparer aus den europäischen Ländern zum Wertpapierhandel. Mit dem Blick auf bereits gehandelte Wertpapiere lagen damals die deutschen Anleger mit einem Anteil von 49 Prozent im Mittelfeld. Dahinter befanden sich die Briten (39%), Niederländer (38%) und Franzosen (36%).

Mehr Erfahrung mit Börsenwerten sammelten die Polen (52%), Italiener (53%), Spanier (56%) und Schweden (65%). Zu diesem Zeitpunkt planten die Polen mit 42 Prozent der Sparer noch die ausgeprägteste Bereitschaft, die Wertpapierbestände weiter aufzustocken. Die Niederländer zeigten mit 19 Prozent eine ausgeprägte zurückhaltung, während ein Viertel (25%) der Deutschen den Plan hegten, innerhalb der kommenden 12 Monate Wertpapiere anzuschaffen.

Eine aktuell von der Postbank beauftragte Umfrage zum Engagement beim Wertpapierhandel scheint zumindest die von den deutschen Sparern gezeigte Bereitschaft zur Börsen-Teilnahme zu bestätigen. Die seit zwei Jahren besonders steil abfallenden Zinsen für klassische Sparanlagen scheinen die Motivation der nach Alternativen suchenden Anlegern kräftig unterstützt zu haben. Dennoch bleibt die Mehrheit der Sparer „stur“ und betrachtet das klassische Sparbuch nach wie vor als die „sicherste Anlage“.

Es liegt somit auf der Hand. Wer trotz der höchstwahrscheinlich noch weiter fallenden Renditen an seiner klassischen Sparanlage festhält und nicht nach alternativen Formen wie z.B. eine Kapitalanlage ausweicht, oder auf die Eröffnung eines Depots verzichtet und dem derzeit florierenden Aktienhandel fern bleibt, wird bei eintretendem „Erfolg“ der Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) weitere reale Verluste erleiden. Der derzeit auf längere Sicht verfolgte EZB-Kurs lautet: Weiter fallende Zinsen und steigende Inflationswerte.



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