Stabile Sparerquote Haushalte im Euroraum

Sparen –


Die Sparerquote innerhalb des Euroraumes bleibt auf stabilem Niveau. Rund jeder achte Haushalt war im vierten Quartal 2018 in der Lage oder Willens, Geld auf die Hohe Kante zu legen.

Sparschwein

Sparerquote in Euroraum stabil und unverändert niedrig

Gut 12 Prozent der Euroraum-Haushalte haben Geld fürs Sparen übrig

Die Haushalte innerhalb der Eurozone bleiben trotz der von der Europäischen Zentralbank (EZB) verteilten „schallenden Ohrfeigen“ unverdrossen beim Sparen. Die Sparquote der Haushalte lag im vierten Quartal 2018 bei 12,3 Prozent und damit sogar etwas höher als im Vorquartal mit 12,2 Prozent, wie Eurostat mitteilte. Eine ähnliche Entwicklung bei der Investitionsrate. Diese blieb im letzten Quartal 2018 mit 9,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf gleicher Höhe.

Sparwillige oder -fähige sind eine Minderheit

Im Prinzip handelt es sich mit der Entwicklung der Sparerquote um eine Stabilität innerhalb einer Minderheit. Viele Haushalte wollen nicht sparen und immer mehr Haushalte können nicht sparen, da es schlicht an den finanziellen Mitteln fehlt. Bereits der Blick auf das Bundesgebiet, dem „reichsten“ Euro-Mitgliedsland, zeigt klar auf, dass rund ein Drittel aller Bundesbewohner über keinerlei Ersparnisse verfügt und von diesen rund zwei Drittel überhaupt kein „Rest-“ Geld dafür übrig hat. Steigende Lebenshaltungskosten und maximal stabile Einkommen bzw. eine Ausweitung des Niedriglohnsektors zum Wohle eines als boomend bezeichneten Arbeitsmarktes fordern ihren Tribut.

Für die wenigen aktiv sparenden Haushalte, im Euroraum-Durchschnitt nur jeder achte, bleibt für die Mehrheit der Klassik-Sparer nur geringe Zinsen und diese sind in der Bundesrepublik besonders mickrig. Allerdings sieht rund die Hälfte aller deutschen „Sparer“ das normale Girokonto als das Geldaufbewahrungskonto schlechthin an und hier liegen die Zinsen bei Gegenrechnung diverser Kontoentgelte faktisch im Negativbereich. Nicht gerade der ideale Weg, um wenigstens den Geldwertverlust (Inflation) aufzufangen. An zweiter Stelle folgt bereits das Sparbuch, wie eine von comdirect erstellte Studie aufzeigt. Auch nicht gerade das geeignete Mittel, um für die angesammelten Gelder nennenswerte Renditen zu erhalten.

Wer nicht spart, sondern lediglich das Geld für den notwendigen Konsum parat hat, könnte sich etwas anhand der Tatsache hinweg trösten, dass die meisten „sparfähigen“ Haushalte zwar ihre verfügbaren Mittel mit produktiver Arbeit erwirtschafteten, dieses aber schlicht und einfach schleichend verfallen lassen.

Angesichts des vom Internationalen Währungsfonds (IWF) an die Zentralbanken unterbreiteten Vorschlags, Bargeld gegenüber Kontoguthaben mit einem zinsabhängigen Faktor abzuwerten, dürften die Tage des „positiven Sparens“ ohnehin schon gezählt zu sein.

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