Spartrend 2013: Nur knapp ein Fünftel will mehr Geld zurücklegen

Sparen 2013-


Für 2013 zeigen weniger als ein Fünftel der deutschen Bürger eine erhöhte Bereitschaft, mehr Geld auf die hohe Kante zu legen als noch im Jahr zuvor. Treibende Kraft für den Rückgang der Sparbereitschaft sind unattraktive Zinsen sowie die Befürchtung von Einkommensverlusten.

20 Prozent wollen Sparmaßnahmen reduzieren.

Sparwille 2013
Unterschiedliche Bereitschaft zum Sparen 2013
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Bereitschaft, Geld für die Zukunft auf die hohe Kante zu legen, war schon immer auch eine Frage des Alters. Im Zusammenspiel mit der aktuellen Lage und den Aussichten in der Zukunft, war der Sparwille schon vor Generationen sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Für das Jahr 2013 zeichnet sich bereits ab, dass die deutschen Bürger in der Generation unter 30 (U30) tendenziell dazu neigen vorzusorgen und auch Geld zurück zu legen. In der Altersstufe darunter, Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren, wollen mit 35 Prozent ein gutes Drittel im bereits angefangenen Jahr mehr Geld sparen als noch im Jahr zuvor.

Der Gesamtdurchschnitt zeigt allerdings, dass nur 16 Prozent der Deutschen bereit sind, die bisherigen Sparmaßnahmen noch auszuweiten. Nach der Umfrage vom Meinungsinstitut Forsa, im Auftrag der Bank of Scotland, zeigt die gereiftere Generation ab 50 mit weniger als 10 Prozent nur einen sehr gering ausgeprägten Sparwillen.

62 Prozent der deutschen Bürger wollen das bisherige Sparvolumen auch für das Jahr 2013 beibehalten. Weniger Geld zurück legen wollen 20 Prozent der befragten Personen.

Bertil Bos, Managing Direktor der Bank of Scotland in Deutschland, erklärte, dass sich ein eindeutiger Spartrend mitten in der europäischen Staatsschuldenkrise nicht feststellen ließe. Dennoch dürfe das in Deutschland ohnehin sehr hohe Sparvolumen nicht außer Acht gelassen werden. Ein sehr positiver Aspekt wäre die Feststellung, dass besonders die jungen Menschen ihre Bemühungen zum Sparen vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussionen um Teuerungen und Altersarmut noch weiter ausbauen wollten.

Sparpensum durch geringere Ausgaben erfüllen
Die Mehrheit der Befragten (60 Prozent) will ihr Sparziel im Jahr 2013 dadurch erreichen, dass an anderen Stellen weniger Ausgaben getätigt werden. 52 Prozent der Bürger erwarten einen Einkommensanstieg, der für die Erhöhung des Sparanteils mehr Spielraum ermöglicht. Weitere zusätzliche Einnahmequellen werden von 23 Prozent der Befragten durch einen Nebenjob erwartet.

Zu den Minderausgaben für erhöhte Sparanteile werden der Verzicht in den Bereichen Gastronomie (55 Prozent), Autofahrten (43 Prozent) und Energieverbrauch (40 Prozent) am meisten genannt (Mehrfachangaben möglich).

Gründe für geringeren Sparwillen im Jahr 2013
Von den Bundesbürgern, die für das Jahr weniger Bereitschaft zur Bildung von weiteren Rücklagen zeigten, gaben 20 Prozent das geringe Zinsniveau als Begründung an. Von Einkommensverlusten oder den Wechsel einen Teilzeitjob gehen 17 Prozent der Befragten aus. 16 Prozent der Bürger planen eine größere Anschaffung oder eine Urlaubsreise und fahren deshalb die Sparmaßnahmen zurück. Weitere Motive für vermindertes Sparen sind befürchtete Einflüsse der Inflation (14 Prozent) und ansteigende Kosten für die Lebenshaltung (13 Prozent).

Einwohner-Anteile mit geringerem Sparwillen im Jahr 2013

Position Bundesland Anteil % Position Bundesland Anteil %
1 Mecklenburg-Vorpommern 28 9 Rheinland-Pfalz 17
2 Baden-Württemberg 24 10 Hessen 16
3 Sachsen-Anhalt 23 10 Niedersachsen 16
4 Nordrhein-Westfalen 22 12 Berlin 15
4 Saarland 22 13 Thüringen 13
4 Brandenburg 22 14 Hamburg 11
7 Sachsen 21 14 Schleswig-Holstein 11
8 Bayern 20 16 Bremen 9

Quelle: Bank of Scotland / Forsa
Zur Umfrage: Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat die bevölkerungsrepräsentative Umfrage zu den Sparplänen in 2013 im Auftrag der Bank of Scotland im Zeitraum 31. Oktober bis 16. November 2012 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1.673 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren.



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