Sparer verlieren Lust aufs Geldanlegen – Lieber shoppen

Anleger-


Die deutschen Sparer haben die Lust am Geld aufbewahren etwas verloren. Die Sparneigung sank während des ersten Halbjahres 2016 ab. Viele Anleger ziehen nun das Shoppen vor.

Die Lust aufs Sparen ließ deutlich nach

Geldbeutel
Die Hauptschuld trägt das niedrige Zinsniveau

Im vergangenen Jahr sparten noch ca. zwei Drittel (65%) der Bundesbürger in regelmäßigen Abständen. Während der ersten sechs Monate im Jahr 2016 sank die Sparmotivation auf einen Anteil von 51 Prozent ab, so die von Bank of Scotland („Sparerkompass 2016“) beauftragte

GfK-Studie.

Neben einer erhöhten Sparneigung zeigten die Anleger im vergangenen Jahr auch die Bereitschaft, den Sparkurs in den folgenden 12 Monaten fortzusetzen. Dieser Vorsatz wurde offensichtlich nicht erfüllt. Die Bundesbürger legten im ersten Halbjahr 2016 seltener und geringere Beträge auf die hohe Kante.

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Anteil der Sparer, die pro Monat weniger als 100 Euro zur Seite legen, von 32 auf 41 Prozent an. Dafür hat sich die Zahl der Anleger mit monatlichen Sparbeträgen zwischen 100 und 200 Euro von 25 Prozent auf 12 Prozent halbiert. Eine gewisse Konstanz zeigten die Anleger mit dem Spielraum größerer Sparbeiträge über 200 Euro hinaus. Die Sparer blicken auch etwas gedämpfter in die Zukunft. Nur noch 22 Prozent der Befragten gehen von mehr Sparmotivation im nächsten Jahr aus.

„Hauptschuldiger“: Niedrige Zinsen

Die meisten befragten Sparer (59%) gaben dem Niedrigzinsumfeld die Hauptschuld für die nachgelassene Sparbereitschaft. Anleger mit fortgeschrittenen Kenntnissen in Finanzen gaben zu einem Anteil von 78 Prozent die niedrigen Zinsen als hauptsächlichen „Motivations-Killer“ an. Von den eher schlecht bis gar nicht informierten Sparern sehen lediglich 39 Prozent die Geldpolitik der EZB als Verursacher der nachgelassenen Sparbereitschaft an.

Wer Zinsen als das Übel erkannte, der wechselte oder ging shoppen

Wurde der Zins als das Übel erkannt, reagierten 43 Prozent der Anleger mit einem Wechsel zu einer anderen Geldanlage oder zogen es schlicht vor, das Geld für den Konsum auszugeben. Dennoch scheut der deutsche Anleger das Risiko. Von den Wechslern zu Geldanlagen mit höheren Erträgen, entschieden sich lediglich 2 Prozent für den Einstieg in den Wertpapiermarkt.

Die beliebtesten Geldanlagen

In den Augen der deutschen Sparer bieten Fondsanteile das beste Verhältnis zwischen Renditen und Risiken. Der Anteil ist jedoch von 26 Prozent im Vorjahr auf aktuell 16 Prozent gesunken. Auf Platz Zwei landete das Tagesgeld mit 14 Prozent (Vorjahr 16%), gefolgt von der Festgeldanlage mit 13 Prozent (Vorjahr 22%). Das klassische Sparbuch erhält einen „Zuspruch“ von 6 Prozent.

In der Studie im Rahmen des „Spar- und Anlagenindex“ der comdirect landete das Girokonto als (vermeintliche) Sparanlage auf Platz Eins.

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