Sparer ins Verlierer der Zins-Politik – Die Gewinner ermahnen

Zinsverfall-


Die aufgrund der von Banken ausgelösten Finanzkrise eingeleitete Niedrigzins-Politik stellt Anleger und Sparer als eindeutige Verlierer heraus. Gewinner sind Gemeinden, Länder und Bund. Anstatt für einen Ausgleich schon alleine mit Blick auf eine ausreichende Altersrente zu sorgen, ermahnt man lieber zu höheren Sparanstrengungen.

Zinsen nahe Nullpunkt – Sparer sind eindeutige Verlierer

Finanzen
Kein Ausgleich für verlorene Renditen

Die Anleger und Sparer zahlen die Zeche für die von den privaten Banken ausgelöste Finanzkrise. Selbst wer kein Geld in Sparanlagen stecken hat, darf sich über die Verwendung von Steuermitteln für die „Rettung“ privater Kreditinstitute beteiligen. Dauerhaft am Ausbügeln der Verwerfungen aufgrund der verantwortungslosen Zockerei der Investment-Banken sind ohne Zweifel die Sparer.

Die Bundesbank präsentierte in ihrem aktuellen Monatsbericht eine Zwischenbilanz. Seit dem Beginn der „Finanzkrise“ im Jahr 2009 sind die jährlichen Zinsgutschriften für Spareinlagen bis zum Jahr 2015 auf rund ein Drittel abgeschmolzen. Hatten die Sparer noch einen Zinsgewinn von 13,8 Milliarden Euro, so mussten sie sich im Jahr 2015 mit 4,4 Milliarden Euro begnügen. Von einem freiwilligen Verzicht der Sparer kann allerdings kaum die Rede sein.

Die Anleger sind die klaren Verlierer. Gewinner ist die öffentliche Hand. Kommunen, Länder und Bund sparen wegen niedriger Zinszahlungen Milliardenbeträge. Das Kunststück der „schwarzen Null“ des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) ist nicht zuletzt den stark gesunkenen Zinszahlungen für die auf Rekordtief liegenden Anleihe-Renditen geschuldet.

Dem Bund wird es allerdings trotz der niedrigen Zinsbelastung kaum gelingen, den Schuldenberg samt Zinsen auf lange Sicht abzutragen. Ein Ausgleich der Renditeverluste der Sparer liegt daher fern. Vielmehr besinnt sich die Bundesregierung darauf, mit erhobenen Zeigefinger zu verstärkten Sparmaßnahmen zu ermahnen, da ansonsten im Rentenalter die „Bedürftigkeit“ drohe. Den Millionen Niedriglohn-Arbeitern sind allerdings die Hände gebunden und deren Abrutsch in die Altersarmut ist bereits besiegelt.

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