Rohstoffkurse: Die Korrekturphase könnte bald zu Ende sein

Rohstoffpreise-


Die jahrelange Abwärtsbewegung der Rohstoffkurse könnte sich bereits in den folgenden Wochen bis Monaten umkehren. Die hoch verschuldeten Länder wären dazu gezwungen ihren Verbindlichkeiten durch eine steigende Inflation nachkommen zu können. Die Preise für Gold und Rohöl würden ansteigen.

„Gold als Schutz gegen eine Deflation“

Rohstoffe
Rohstoffpreise könnten wieder ansteigen

Wer heute vom Ende des Superzyklus bei Rohstoffen spricht, wäre bereits um rund fünf Jahre zu spät dran, da inzwischen auch die „Nachfolge-Phase“, die Rohstoffkorrektur, bereits den Wendepunkt beschreitet. Christian Gerlach, Wirtschaftshistoriker und Rohstofffondsmanager bei Swiss & Global Asset Management, erklärte im Interview mit WirtschaftsWoche (WiWo) (Sonntag) die Gründe, warum die Rohstoffpreise das Ende ihrer Talfahrt bald erreicht haben könnten.

Demnach zeichnete sich bereits 2008 das Ende des Superzyklus für Rohstoffe ab, nachdem Aktien wieder die Oberhand gewannen und die Rohstoffe mit ihren Renditehöhen ablösten. Die anschließend einsetzende Rohstoffkorrektur zeichnete sich im Abwärtstrend der Kurse ab. Gerlach erwartet mittelfristig eine Umkehr, die je nach Lage der Weltkonjunktur schon in vier Wochen oder erst in sechs Monaten eintreten könnte.

Starker Einbruch bei Edelmetallen – Positive Anzeichen
Der Rohstofffondsmanager zeigte sich im Interview mit WiWo optimistisch darüber, dass zuletzt die Edelmetalle deutlich stärker eingebrochen sind als die Industriemetalle. Eine komplett gegensätzliche Situation hätte es im Herbst 2008 gegeben, bei der der Goldkurs anstieg, während die Industriemetalle massiv einbrachen.

Gold als Schutz gegen Deflation
Der Fondsmanager betonte Gold in das Portfolio zu nehmen weil man sich, im Gegensatz zu zahlreichen Privatanlegern, nicht gegen die Inflation sondern gegen deflationäre Entwicklungen absichern wolle. In der Regel würden Rohstoffpreise bei einer Inflation ansteigen, aber das Gold werde besonders in einer Rezession gebraucht, wenn die Nachfrage nach Rohstoffen einbricht, so Gerlach. Dennoch wird die Inflation ansteigen müssen, da andernfalls die stark verschuldeten Länder ihre Verbindlichkeiten nicht reduzieren könnten, erklärte der Fondsmanager.


Der Goldkurs startete heute mit einem Eröffnungskurs in Höhe von 1.470,55 US-Dollar pro Feinunze und erreichte bisher ein Tageshoch von 1.478,85 Dollar. Der wochenlange Anstieg nach dem „Jahrzehnte-Crash“ Mitte April scheint vorerst gestoppt zu sein. Der Goldkurs bewegt sich seit Tagen seitwärts mit nur sehr gering ausgeprägten Spitzen.

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