Risiken alternativer Geldanlagen: Sicherheit für Wertgegenstände

Geldanlage Kunstgegenstände-


Die anhaltende Finanzkrise ohne ein Ende in Sicht treibt immer mehr Anleger zum Ausweichen auf alternative Geldanlagen. Neben dem nach wie vor hohen Sicherheitsbedürfnis vieler Sparer rückt inzwischen der Aspekt des Werterhalts für das Kapital in den Mittelpunkt. Mit der Anschaffung von Wert- und Kunstgegenständen in den eigenen vier Wänden entstehen jedoch neue Risiken, die eine Absicherung gegen den drohenden Totalverlust bieten.

Werterhalt der Ersparnisse durch Kunst- und Sammlerstücke

Werterhalt
Das Spiel um den Werterhalt des Kapitals
Bild: Gaby Stein / pixelio.de

Die Euro- und Schuldenfinanzkrise haben an den Märkten ganze Arbeit geleistet. Zahlreiche für private Anleger ehemals lukrative Geldanlagen erfüllen nur noch eine Daseinsberechtigung, da sie trotz niedriger Zinsen immer noch angefragt werden. Das Bedürfnis nach Sicherheiten ist beim deutschen Sparer besonders stark ausgeprägt.

Dennoch überwinden viele Anleger die Scheu vor dem „Unbekannten“ und siedeln aus dem gewohnten Umfeld einer klassischen Geldanlage in neue Gebiete um. Dazu zählen Investitionen bzw. Anlagen in Sachwerte.

Auf den obersten Positionen der Sachwert-Hitliste stehen u.a. Immobilien. Jedoch ist die Anschaffung der eigenen vier Wände nicht jedermanns Sache. Der notwendige finanzielle Kraftakt kann längst nicht von jedem Privathaushalt gemeistert werden. Der Name drückt es bereits aus, „immobil“ ist unbeweglich, eine Anschaffung fürs Leben, teils mit finanziellen Fußfesseln verbunden. Für zahlreiche Deutsche kommt die Finanzierung einer Immobilie gar nicht erst in den Sinn.

Der Alternativ- Klassiker: Gold
Wer sich dazu entschlossen hat, den Niedrigzinsen zu entkommen, um im „Kampf gegen die Inflation“ wenigstens den Geldwert zu erhalten, muss sich deshalb nach anderen Alternativen umsehen. Zu den „klassischen Alternativen“ zählt z.B. das Edelmetall Gold. Jedoch spielt das gelbe Edelmetall in der Finanzwelt eine ganz besondere Rolle. Dessen Wert muss stets in der Relation zum Wert einer Währung gesehen werden.

Ein steigender Goldpreis kann neben einer Wertsteigerung durch erhöhte Nachfrage auch den Wertverfall von Devisen widerspiegeln. Aus historischer Sicht waren jedoch die Besitzer von physischen Gold (keine Gold Zertifikate) in den meisten Fällen auf der sicheren Seite. Gold lässt sich nicht wie Papiergeld beliebig vermehren und bietet aufgrund kleiner Stückelungen auch für den „Klein-Anleger“ eine Chance.

Anlagen in Seltenes und Ausgefallenes werden zur Regel
Seit dem Beginn der Eurokrise rücken ehemals als extravagant angesehene Alternativ-Anlagen verstärkt in den Mittelpunkt der Privatanleger. Dazu zählen u.a. Kunstgegenstände, teure Musikinstrumente (z.B. Flügel) und auch Sammlerobjekte wie begehrte Oldtimer.

Ein Gegenstand, auch eine Immobilie, ist am Ende immer tatsächlich nur soviel wert, wie die potenziellen Käufer dafür zu zahlen bereit sind. Aus diesem Grund werden seltenen und bereits heute schon teuren Wertgegenständen hohe Chancen eingeräumt, den Wert für die Zukunft mindestens zu erhalten, wenn nicht sogar zu steigern.

Alternativ-Anlagen bergen auch „alternative Risiken“

Mit der Anschaffung von Wertgegenständen oder Sammlerstücken entstehen neue Qualitäten zu den Sicherheiten, die der deutsche Sparer mit der „Flucht“ aus klassischen Geldanlagen aufgegeben hat. Wert- oder Kunstgegenstände die zu Hause aufbewahrt werden, können gestohlen oder auch ein Opfer von Wassereinbrüchen und Brand werden. Ein Totalverlust innerhalb weniger Augenblicke.

Aus diesem Grund sollten besonders wertvolle Dinge in ihrer Absicherung auch besonders betrachtet werden. Eine gewöhnliche Hausratversicherung deckt zwar sämtliche Gegenstände und Einrichtungen in einem Haushalt finanziell ab, setzt aber in Bezug von besonders wertvollen Gegenständen relativ klare Grenzen.

Dr. Georg von Gumppenberg, Sachversicherungsexperte der Allianz, wies darauf hin, dass eine übliche Hausratversicherung in vielen Fällen nicht ausreichte und diverse Dinge in Bezug des Gegenstands beachtet werden sollten.

Für Oldtimer gibt es eine spezielle Oldtimer-Versicherung, eine Kombination aus Kaskoversicherung und Haftpflicht. Damit können die Versicherungsleistungen individuell auf das betroffene Liebhaberfahrzeug zugeschnitten werden. Eine Oldtimerversicherung zielt auf den vollständigen Ersatz des Fahrzeugs zum Marktwert. Mit der zehnprozentigen Vorsorgeversicherung wird eine evtl. eintretende Wertsteigerung des Sammler-Stücks automatisch berücksichtigt. Darüber hinaus umfasst eine Oldtimerversicherung auch die Bereiche des Transports. In der Regel schränkt die Versicherung jedoch die Nutzung des Fahrzeugs auf max. 9.000 km Strecke pro Jahr ein.

Für Kunstliebhaber wird es „ernst“ wenn der zu versichernde Gesamtwert die Marke von 100.000,- Euro überschreitet. In diesem Fall sollte eine spezielle Kunstversicherung für die finanzielle Sicherheiten sorgen. Eingeschlossen sind Schäden bzw. Verluste durch einfachen Diebstahl und auch durch Besucher verursachte Schäden. Georg von Gumppenberg empfiehlt eine Zusatzversicherung für unterstützende Leistungen bei der Wiederbeschaffung gestohlener Kunstgegenstände.

Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin sind leicht zu transportieren und können auch einfach gelagert werden. Eine Hausratversicherung schließt Edelmetalle in die Versicherungsleistungen grundsätzlich mit ein. Ab einem bestimmten Wert wird in der Regel jedoch die Aufbewahrung in einem im Fußboden oder in der Wand verankerten Tresors gefordert. Bei sehr hohen Werten kann ein Versicherer auch eine Einbruchmeldeanlage fordern, was bei Kunstgegenständen ebenfalls zutrifft.

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