Richtige Geldanlage trotz niedrige Zinsen – Etwas mehr Risikobereitschaft

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Niedrige Zinsen versauern den deutschen Sparern die Freude am Anlegen. Für die richtige Geldanlage müssen Sparer langsam umdenken und den Schritt zu etwas mehr Risikobereitschaft wagen. Der Ausstieg aus dem Sparbuch für vernünftige Renditen führt automatisch zu Anleihen, Fonds und Aktien.

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Niedrigzinsen stellen die Weichen für die richtige Geldanlage um – Mehr Risikobereitschaft

Die private Geldanlage ist der EZB egal

Die Bedürfnisse des Sparers und Anlegers ist für die Europäische Zentralbank (EZB) nicht von Belang. Auf gut deutsch: „Völlig egal“. Das eigentliche Mandat der Notenbank, für die Stabilität des Euros zu sorgen, ist längst mit teils eigenwilligen Mitteln ausgeweitet worden. Es geht um die „Rettung der Banken und Euro-Staaten“. Mario Draghi, Chef der EZB, ist offenbar jedes Mittel recht und legt auch immer härtere Bandagen an. Die Anfang Juni 2014 angewendeten Finanzinstrumente – Leitzinssenkungen, Negativzinssatz, Sonderkredite für Banken – hinterließen im Zinsmarkt bereits deutliche Spuren.

„Der Anleger hat keinen Anspruch auf hohe Zinsen“, fertig und Punktum. Mit diesem Argument wird jedes Aufbegehren der privaten „Anlegerschaft“ mit einem Handstrich abgeschmettert. Die Zinsen fallen weiter ins Bodenlose, da die stets zunehmende Geldschwemme die Finanzmärkte mit Kapital buchstäblich überflutet.

Der Sparer sieht dabei in die Röhre. Die Zinsen für Tagesgeldkonten sind deutlich niedriger als die Inflationsrate. Ein realer Verlust für den Anleger und ein inzwischen sehr hoher Preis für die vermeintliche Sicherheit des angelegten Kapitals.

Abschied nehmen von der „einfachen Geldanlage“ – Geld einfach zur Bank bringen

Sparbuch, Festgeldkonto oder Tagesgeldanlage. Alles so wunderbar einfach. Man trägt sein Geld zur Bank des Vertrauens und überlässt ihr „die Arbeit“. Ein gelegentlicher Blick auf den Kontostand und der Sparer freute sich über die Zinsgutschriften. Das funktioniert heute noch immer, doch die objektive Beurteilung der Renditen müssten dem Sparer eigentlich die Tränen in die Augen treiben. Die Spareinlage ist zwar etwas angewachsen, doch am Ende kann der Anleger dennoch weniger davon kaufen. Die Inflation hat die Renditen weggefressen.

Richtige Geldanlage trotz niedrige Zinsen – Der Umstieg in Aktien

Der Ausstieg aus den unlukrativen klassischen Geldanlagen erfordert mehr Risikobereitschaft sowie die Bereitschaft, den Blick auf garantierte (mickrige) Zinsen aufzugeben und sich nach Renditeaussichten umzusehen.

Die Geldpolitik der EZB lässt die Zinsen im Finanzmarkt schrumpfen, treibt aber gleichzeitig die Werte in den Aktienmärkten in die Höhe. Eine Aktie verbindet hohe Renditeaussichten mit der relativ schnellen Verfügbarkeit des eingesetzten Kapitals. Das Wertpapier ist ebenso schnell wieder verkauft wie es in die eigenen Bestände des Aktien-Depots aufgenommen wurde. Das setzen auf einzelne Aktienwerte setzt aber auch eine höhere Risikobereitschaft voraus. Der Kurs kann steil nach oben schnellen, aber ebenso senkrecht gen Boden stürzen.

Etwas solider ist bereits eine Zusammenstellung unterschiedlicher Aktienwerte zu einem Paket, ein sog. Aktienfonds. Das Risiko wird auf mehrere Unternehmen gestreut. Fallende und steigende Werte kompensieren sich in einem gewissen Rahmen gegenseitig. Ein Vorteil der Aktienfonds liegt ebenfalls in der relativ schnellen Verfügbarkeit des investierten Kapitals. Der Anleger ist bei Bedarf innerhalb kurzer Zeit wieder liquide.

Geldanlage auf langfristige Sicht – Die Immobilie

Die Deutsche Bundesbank wies bereits mehrmals auf teils überproportional ansteigende Immobilienpreise hin. Der Immobilienmarkt befindet sich derzeit eindeutig auf dem aufsteigenden Ast in den Finanzmärkten. Das Niedrigzinsumfeld, insbesondere die niedrigen Renditen für die Staatsanleihen haben voll auf die Baufinanzierungen durchgeschlagen. Eine Immobilienfinanzierung ist derzeit so günstig wie kaum zuvor.

Der Kauf einer Immobilie als langfristig angedachte Geldanlage wird von immer mehr Anlegern wahr genommen. Doch die Entscheidung für „Betongold“ setzt einen langen Atem voraus. Die anvisierten Einkünfte durch Mieteinnahmen rentieren sich in der Regel erst nach vielen Jahren. Ein Nachteil: Wer auf die Schnelle liquide sein möchte, wird seine Immobilie wohl nicht schnell genug verkaufen können.

Eine Alternative zu einer echten Immobilie stellen Immobilienfonds dar. Hier können auch Kleinanleger mit geringeren Anlagesummen mitmischen.

Richtige Geldanlage gibt es nicht von der Stange

Wer z.B. in einzelne Aktien investieren möchte, sollte auch einen Totalverlust verkraften können. Die Höhe der Investition richtet sich nach der Verfügbarkeit des eigenen Vermögens, ohne dabei das Risiko einzugehen, Haus und Hof zu verlieren.

Die richtige Geldanlage muss u.a. dem verfügbaren Kapital, der eigenen Risikobereitschaft, den Renditewünschen und ggfs. der schnellen Verfügbarkeit anpasst sein. Einen Vergleich der verfügbaren Kapitalanlagen mit Berücksichtigung der wichtigen Kriterien können Sie hier vornehmen.

Vor allem in den turbulenten Zeiten in den Finanzmärkten gilt die einfache Faustregel: Je höher die Renditeaussichten, desto höher die Risiken. Dabei spielt die Anlagenklasse kaum eine Rolle.



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