Rekordjahr 2013: Goldpreis Abrutsch durch eingelullte Investoren?

Goldpreisentwicklung 2013-


Der Goldpreis hinterlässt mit 2013 ein Rekordjahr. Die Rampe für den Abrutsch war so steil wie seit rund 30 Jahren nicht mehr. Der massenhafte Papiergold-Verkauf vieler „beruhigter“ Anleger sorgte für einen Jahresverlust von rund 30 Prozent. Wenn es sich um die „beruhigte Finanzkrise“ mal nicht um eine Fata Morgana handelt.

Goldpreis

Größere Milliardenlöcher, höhere Schulden, Rekordarbeitslosigkeit – Alles besser?

Gefühlte Sicherheit durch Abstumpfung gegenüber den Gefahren?

Der Goldkurs wird das Jahr 2013 mit einer punktgenauen Landung auf dem Sockel beenden. Der beständige Abwärtskurs im Laufe der letzten 12 Monate findet einen Abschluss auf ein sehr niedrig stehendes Podest. Der Jahresverlust zum Goldpreis wird die Marke von -30 Prozent nur knapp verfehlen und stellt somit den größten Abrutsch der letzten Jahrzehnte dar.

Die Hoffnung der Goldinhaber und -investoren ist bereits auf der Linie von 1.200 US-Dollar pro Feinunze abgesenkt worden. Am Montag wurde die Linie bereits deutlich unterstrichen und der Goldpreis setzte den Tages-Tiefpunkt bei knapp 1.197 Dollar. Die Aussichten für aufstrebende Bewegungen sind rar bis gar nicht vorhanden.

Rein psychologischer Effekt?
Entscheidender Grund für den überaus steilen Goldpreis-Abrutsch ist der massive Abverkauf der (Papier-) Goldbestände zahlreicher Groß- und Kleininvestoren. Die enorme Nachfrage nach physischem Gold besonders im asiatischen Raum konnte den Abwärtsdruck kaum mildern. Die Ruhe mitten im Sturm? Gold ist „der sichere Hafen“ in stürmischen Zeiten schlechthin. Das Hochkochen der globalen Finanzkrise im Jahr 2011 ließ den Goldpreis im September auf ein Allzeit-Hoch von über 1.900 Dollar ansteigen.

Die Krisensituation entspannte sich offenbar, eher scheinbar. Tatsächlich sind die Wogen in der Finanzwelt etwas geglättet worden. Die Lage hat sich beruhigt. Doch mit dem Blick auf die Fakten zu den Bilanzen der Investmentbanken und die Schuldenquote der Krisenländer in der Eurozone ergibt sich ein völlig anderes Bild.

Banken zocken unverdrossen weiter und scheinen aus den Fehlern, die ihnen die Politik ermöglichte, nicht gelernt zu haben. Die Rettung bei Gefahr steht Gewehr bei Fuß durch Steuerzahler und privaten Anlegern. Ein gebettetes Casino ohne Risiko für den Spieler. Doch im Hintergrund schlummern dunkle Bilanzen, die nun im kommenden Jahr 2014 durch Bankenstress-Tests offengelegt werden sollen. Soweit die Absichtserklärung. Nicht auszuschließen, dass die entdeckten Milliarden-Löcher durch ihr erschreckendes Ausmaß dazu verleiten, das Tuch des Schweigens darüber zu legen.

Während der Goldpreis in den Jahren 2012 und 2013 beständig nach unten rutschte, erhöhten die Krisenländer ihre Staatsschulden beständig. Die Wirtschaften schrumpften und die Arbeitslosigkeit erreichte derart bedrohlich Ausmaße, dass bereits enorme Risiken beim sozialen Frieden erkannt wurden.

„Man kann sich daran gewöhnen“. Eine beständige Gefahr wird irgendwann als ein normaler Zustand empfunden und verliert dadurch ihren Schrecken. Der einzige Faktor eines tatsächlichen beruhigten Marktes ist die Unmenge an frisch geliefertem Kapital durch die Notenbanken. Ein Rezept welches auf die Dauer den ähnlichen Effekt haben wird, wie die pausenlose Verabreichung von Cortison an den Patienten. Die aufgeblasenen Werte an den Börsen zeigen die Resultate sehr deutlich.

Wenn von einem Abflauen der Finanzkrise gesprochen wird, dann trifft das vielmehr auf die Empfindung der Marktteilnehmer zu als auf die tatsächlichen Entwicklungen bei Banken und Ländern. Griechenlands gegenwärtiges Hilfsprogramm wird Mitte des Jahres ablaufen, der Bankenstresstest soll anlaufen und die Bankenunion steht bereits jetzt schon kurz vorm Kollabieren. Italiens Wirtschaft fällt steil nach unten und die kippende Traditionsbank Monte dei Paschi di Sienna birgt eine enorme Sprengkraft. Das kommende Jahr 2014 hat durchaus das Potenzial für „dicke Überraschungen“.

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