Privatvermögen erreichte März 2019 neuen Höhepunkt

Vermögensverteilung –


Das Geldvermögen der Privathaushalte hat nach dem ersten Quartal 2019 einen neuen Höhepunkt erreicht. Mehr als 150 Milliarden Euro Vermögenszuwachs innerhalb von 3 Monaten. Das magere Jahr 2018 für die Reichen hat sich damit wohl erledigt.

Bargeld

Jeder Haushalt hatte Ende März 2019 rund 1.840 Euro mehr Vermögen – Theoretisch

Anstieg des Geldvermögens um 153 Mrd. Euro binnen 3 Monate

Das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte ist erneut auf ein neues Rekordhoch angestiegen. Die Deutsche Bundesbank bezifferte das von Privatpersonen gehaltene Vermögen zum Stand Ende März 2019 mit 6,17 Billionen Euro. Damit hat / hätte jeder Bundesbewohner im Schnitt rund 74.000 Euro in der Tasche bzw. auf einem Konto liegen. Im Laufe der ersten drei Monate im Jahr 2019 stieg das Geldvermögen um 2,6 Prozent bzw. um 153 Milliarden Euro an. Davon waren lt. Bundesbank 66 Milliarden Euro durch höhere Bewertungen von gehaltenen Wertpapieren und 87 Milliarden Euro aufgrund von Ersparnissen.

Im genannten Geldvermögen nicht einbezogen sind u.a. Besitz von Land und Immobilien.

Eisernes Festhalten an Sparklassiker und Bargeld

Trotz der niedrigen Zinsen halten die Privathaushalte nicht nur an den herkömmlichen Sparanlagen fest, sondern ließen auf die entsprechenden Konten noch weitere Gelder einfließen. Kriterium Nummer Eins ist demnach die Risikoarmut in Verbindung mit schneller Verfügbarkeit über die Gelder. Dabei halten viele Privathaushalte ihr Geld auf Giro- und Tagesgeldkonten. Ein Gros bevorzugt Bargeld. Rund 40 Prozent des Vermögens, also ca. 2,5 Billionen Euro, fristen ein zinsloses Dasein auf Konten oder in Form von Scheinen und Münzen.

Nach wie vor sind die Deutschen ausgeprägte Aktien-Muffel. Lediglich 5 Prozent des bezifferten Vermögens finden sich in derlei Wertpapiere wieder. Allerdings machte dieser geringe Anteil in den ersten drei Monaten den größten Zuwachs einer Geldanlage aus. Im Schnitt bei 10 Prozent.

Schulden stiegen weit weniger ausgeprägt an

Im gleichen Zeitraum kletterte die private Verschuldung ebenfalls nach oben. Ende März betrug die Gesamtschuld der Privathaushalte rund 1,8 Billionen Euro. Der Zuwachs der Schulden ist mit rund 17 Milliarden Euro jedoch weit weniger ausgeprägt als die Zunahme des Vermögens. Netto verfügten die Privathaushalte somit zum Ende des ersten Quartals über rund 4,4 Billionen Euro.

Für Vermögende und Reiche ist gut vorgesorgt

Eine Aussage, wie jedoch das Vermögen von rund 6,17 Billionen Euro auf die Haushalte verteilt ist, findet sich in der Bundesbank-Auswertung nicht. Der im vergangenen Jahr eingelegte „Schrumpfkurs“ bei den Reichen ist damit kurzerhand wieder (über-) kompensiert worden. Der Vermögenszuwachs dürfte in diesem Umfang wohl kaum bei der sog. unteren Vermögenshälfte der Haushalte zu finden sein. Darüber hinaus ist die Europäische Zentralbank (EZB) drauf und dran, die Zinsen noch weiter abzusenken und eine weitere Geldschwemme (Programm TLTRO) in Gang zu setzten. Für die weiteren Anstiege bei den „Bewertungen“ der gehaltenen Wertpapiere ist somit gesorgt.

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