Partystimmung an Handelsplätzen – EZB treibt Dax steil nach oben

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Große Partystimmung an den deutschen Handelsplätzen. Die Europäische Zentralbank als Veranstalterin der Aktien-Euphorie trieb den Dax inzwischen über 12.000 Punkte hinaus. Klassische Kleinsparer können nur staunend zusehen und müssen dabei um das letzte bisschen Rest ihrer Substanzen fürchten.

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Die Börsenwerte gehen steil nach oben. EZB-Geldflut reißt die Renditen der Kleinsparer gleich mit

EZB-Anleihekaufprogramm sorgt für große Börsen-Party

Das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) ist äußerst wirkungsvoll. Jedoch kann die Aussage, ob die Geldschwemme von geplanten monatlich 60 Milliarden Euro auch das erklärte Ziel berührt, erst mit den folgenden Statistiken zu den Inflations- und Konjunkturzahlen beantwortet werden. Wirkung zeigt die EZB-Geldflut zweifelsohne an den Aktienmärkten. Die in Aussicht gestellte enorm erhöhte Liquidität von 1,14 Billionen Euro bis September 2016 wirkt auf die Handelsplätze wie Schmiermittel und Treibstoff gleichzeitig.

Der Dax durchschlug am Montag zum ersten Mal die Marke von 12.000 Punkten und landete zeitweise bei 12.219 Punkten. Bis zum Handelsschluss konnten Händler mit den „richtigen“ Papieren im Depot ein Tagesplus von 2,24 Prozent verbuchen.

Mario Draghi, Chef der EZB, sorgte mit dem Start des QE-Programms Anfang März offenkundig für einen Rausch an den Börsen und schickte gleichzeitig den Euro-Wechselkurs in den Bereich seiner Anfangszeiten zurück. Der gemeinsame Höhenflug über den Handelsplätzen fing gerade erst an, ein Ende der Börsen-Euphorie ist noch nicht in Sicht. Ein vorzeitiges Ende der Party könnte aus derzeitiger Sicht nur die Erkenntnis sorgen, dass die EZB ihr frisch gedrucktes Geld in der geplanten Menge gar nicht in Umlauf bringen kann, da sich interessierte Anleihe-Verkäufer zu einer Ausnahmeerscheinung entpuppen.

Das Nachsehen wird die Mehrheit aller Finanzmarktteilnehmer haben, die einfachen Sparer. Die Anlagestrategie der „gesicherten Zinsen“ über klassische Tagesgeld- oder Sparkonten erfordert ein immer höheres Maß an Sicherheitsbedürfnis. Die Geldflut der EZB zieht die Renditen der deutschen Staatsanleihen auch mit längerer Laufzeit immer weiter nach unten, der Null immer näher. Der Liquiditäts-Strom fließt mit aller Macht an den Sparanlagen der Kleinanleger vorbei und der Sog reißt die Zinsen gleich mit, statt vom Kapitalüberfluss auch nur das Geringste zu hinterlassen.

An den Handelsplätzen herrscht die große Party, eigentlich wie erwartet. Offen bleibt noch immer die Frage, ob Deflationsrisiken abgewendet und Konjunktur angekurbelt werden können.

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