Nun auch Zinsen Bundesanleihen am Boden – Alternative Kapitalanlagen

Bundesanleihen & Alternativen-


Nachdem nun auch die 10-jährige Bundesanleihe unter ein Prozent gerutscht ist, werden die Zinsen anderer Anlagen den Schritt gen Boden alsbald folgen. Für Sparer wird es immer enger. Entweder zahlen die Anleger drauf oder entscheiden sich für alternative Kapitalanlagen.

Sparanlagen

Tagesgeld, Festgeld, Bundesanleihen. Die Zinsen sind am Boden – Was gibt es noch?

Für Sparer wird es immer enger – Alternative Kapitalanlagen

Die Renditen deutscher Bundesanleihen setzen ihren Tiefflug fort und die Stimmung der deutschen Sparer fällt gleich mit. Die „Königsklasse“ der klassischen Anlagen gilt zwar immer noch als „bombensicher“, aber inzwischen sehen Bundesanleihen aufgrund der mickrigen Zinsen äußerst abgemagert aus. Sie „rentieren“ nicht mehr und immer mehr Anleger sehen sich „zögerlich“ nach alternativen Kapitalanlagen um.

Noch Ende Juli war die 10-jährige Bundesanleihe das noch einzig über ein Prozent rentierende Staatspapier. Inzwischen rutschte auch die Klasse auf eine Null an der ersten Stelle ab.

Das Vertrauen internationaler Großinvestoren ist des kleinen Sparer Leid. Deutsche Bundesanleihen genießen bei den Anlegern nach wie vor höchstes Vertrauen. Wer dem deutschen Staat sein Geld ausleihen will, darf jedoch nicht mit Zinsen rechnen, die noch irgendetwas mit Rentabilität gemeinsam haben. Die Rechnung ist einfach. Ist die Inflationsrate höher als die Zinsen deutscher Staatsanleihen, steht vor der „Rendite“ ein negatives Vorzeichen. Der Anleger erwirtschaftet real einen Verlust.

Die Gründe für diese historisch niedrigen Renditen sind vielfältig. Die Kapitalschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) und die wiederholten Leitzinsabsenkungen tragen kräftig bei. Dazu das hohe Vertrauen der Anleger und die damit verbundene hohe Nachfrage sowie die nur schleppende Konjunktur drücken den Zins für Bundesanleihen ebenfalls kräftig nach unten. Kurzfristige Staatspapiere haben mit einem derzeit negativen Zinssatz sogar ihren Preis. Anleger, die ihr Kapital für lediglich zwei oder drei Jahre in Sicherheit wissen wollen, zahlen quasi eine „Gebühr“.

„Immerhin“ bewegt sich die Teuerungsrate auf relativ niedriger Ebene

Im Juni 2014 betrug die Teuerungsrate in Deutschland 1,0% und im Juli 0,8%. Die Preise stiegen im gesamten vergangenen Jahr um 1,5% (gegenüber 2012). Immerhin nur moderate Preisanstiege mit derzeit fallender Tendenz, jedoch deutlich über den durchschnittlichen Tagesgeldzinssätzen. Immer mehr Bankinstitute zahlen ihren Kunden für das angelegte Geld überhaupt keinen Zins mehr. Andere Banken senken ihre Tagesgeldzinsen immer weiter ab. Der „durchschnittliche Tagesgeldanleger“ schreibt in Deutschland reale Verluste. Ebenso die Verbraucher mit einem „Kapital-Überschuss“ auf ihrem Girokonto.

Aufgrund der sehr ungünstigen Konstellation der Renditen erlitten die deutschen Haushalte im vergangenen Jahr rund 5,4 Milliarden Euro Verlust, so das Ergebnis einer Allianz-Studie. Das Jahres-Minus wird am Ende 2014 voraussichtlich 5,8 Milliarden Euro betragen. Mit der Finanzkrise fing alles an. Im Zeitraum zwischen 2009 und 2014 betragen die Zinsverluste lt. Allianz-Berechnungen rund 21 Milliarden Euro (oder knapp 260 Euro pro Einwohner).

Wohin mit dem Geld? Alternative Kapitalanlagen

Bundesanleihen gelten als einer der sichersten Staatsanleihen überhaupt, die mageren bis hin zu negativen Renditen sind zumindest ein starkes Indiz dafür. Für die Altersvorsorge scheint diese Variante jedoch auf absehbarer Zeit ausgedient zu haben. Der Trend zeigt nach unten. EZB-Chef Mario Draghi bekräftigte wiederholt, an der gegenwärtigen Geldpolitik noch lange festhalten zu wollen und ggfs. noch weiter zu lockern. Außerdem ist die Europäische Zentralbank nicht für die Sparer und Anleger zuständig, sondern nur für die Stabilität der Gemeinschaftswährung, so Draghi. Auf gut Deutsch: „Deutsche Anleger sollen mit ihren Verlusten für die Probleme der Euro-Südländer gerade stehen“.

Tagesgeldkonten bieten ebenfalls aufgrund der Mindest-Einlagengarantie bis 100.000,- Euro eine gewisse Sicherheit. Doch der „Ausrutscher“ nach einer „Nacht-und-Nebel-Entscheidung“ zur Zypern-Krise zeigte deutlich, dass auch hier die Regeln quasi innerhalb Stunden außer Kraft gesetzt werden könnten.

Die Renditen für Festgeldanlagen sind analog mit nach unten gerutscht. Zinssätze deutlich über der Inflationsrate bieten nur noch mehrjährige Festgeldanlagen. Das Geld ist während der Laufzeit jedoch „weg gesperrt“ und nicht verfügbar. Nicht jedermanns Sache.

Der komplette Umstieg zu den Handelsplätzen der Wertpapiere ist schon vielversprechender. Die Renditeaussichten weisen noch ein deutliches Plus über der Teuerungsrate auf. Deutsche Sparer „lieben die Sicherheit“ und fühlen auf dem Handelsparkett der Börsen mehrheitlich nicht wohl. Wer dennoch einsteigen möchte, kann sein Depotkonto innerhalb von Minuten eröffnen. Zahlreiche Anbieter (Banken, Broker) bieten u.a. ein Demo-Konto an. Hier können auch unerfahrene Einsteiger unter realen Bedingungen, aber völlig risikofrei kräftig mitmischen.

Es liegt klar auf der Hand. Entweder zahlt der Sparer mit klassischen Geldanlagen bereitwillig kräftig drauf, da er die (vermeintliche) Sicherheit bevorzugt, oder er ist dazu bereit, ein gewisses Risiko einzugehen. Es gibt sie noch, die Renditen um die fünf Prozent oder darüber, doch die Faustformel gilt nach wie vor. Je höher die Renditeaussichten, desto höher auch die Risiken.

Welche alternative Anlagen überhaupt in Frage kommen könnten, zeigt der Kapitalanlagen-Rechner.



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