Negativzinsen für Normalsparer offenbar schon sehr konkret

Geldsystemkrise –


Das Schreckgespenst von Negativzinsen auch für „Normalsparer“ dreht bereits seine Runden. Offenbar sind die Ansätze bereits derart konkret, dass Bundesfinanzminister Scholz den Verbot von derartigen Strafzinsen in Erwägung zieht.

Geschäftskonto

Auch Kleinsparer könnten wegen EZB-Geldpolitik bald konkret Strafzinsen bezahlen

Am besten die Banken lassen es einfach bleiben

Negative Zinsen für Spareinlagen erhalten offenbar konkrete Züge. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Lockerung ihrer Geldpolitik ohnehin schon angekündigt und neben einer erneuten Überschwemmung der Finanzmärkte mit frischem Geld zieht die Eurohüterin eben auch eine weitere Absenkung der Zinsen in Betracht. Die Kreditinstitute sind darum bemüht, ihre ausgefallenen Zins-Profite durch fantasievoll ausgestaltete Gebührenstrukturen für Finanzprodukte zu kompensieren. Der Negativzins fand bei einigen Geldhäusern bereits Einzug und wird bisher nur für höhere Beträge verlangt. Doch die Schwelle soll voraussichtlich schnell und vor allem weit nach unten gesetzt werden, so dass es auch den sog. Normalsparer erwischen könnte. Parallel dazu laufen Debatten und Kampagnen zur Bargeldabschaffung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zentralbanken aufgrund von Bargeld vor einem Dilemma stehen. Flächendeckend eingeführte Negativzinsen könnten derzeit noch mit der Räumung der Konten umgangen werden. Da die Bargeldabschaffung offensichtlich nicht schnell genug durchgesetzt werden kann, schlug der IWF eine Steuer bzw. Abwertung für Bargeld vor. Diese Abwertung orientiert sich am vorherrschenden Negativzins („Strafzins“).

Die Politik reagiert präventiv

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) springt nun scheinbar für die Sparer in die Presche. Er wolle lt. Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben) ein Verbot für negative Zinsen für „Normalsparer“ prüfen lassen. Das Ministerium wolle vorab klären, ob es der Bundesregierung rechtlich überhaupt möglich sei, ein solches Verbot auszusprechen. Diese Prüfung nehme jedoch einige Zeit in Anspruch. Scholz appelliert an die Banken, die Negativzinsen für Guthaben auf Tagesgeld- und Girokonten einfach zu unterlassen. Diese Strafzinsen seien für die Sparer eine echte Belastung und sollten auch ohne ein Verbot vermieden werden.

Im Vorfeld engagierte sich bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für die Ausnahme von Negativzinsen für Spareinlagen bis 100.000 Euro. Bayerns Regierung wolle den entsprechenden Antrag dem Bundesrat vorlegen.

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