Nach Crash: Nachfrage physisches Gold treibt Kurs nach oben

Goldmarkt-


Der Goldpreis scheint sich im „Nachhall“ des massiven Kurseinbruches klammheimlich wieder in einer kontinuierlichen Aufwärtsbewegung zu befinden. Nach dem „brachialen“ Goldpreis-Einsturz legte das Edelmetall wieder um 10% zu. Anleger und Notenbanken zeigen sich scheinbar unbeirrt und sind fleißig daran, den Goldmarkt leer zu fegen.

Goldkurs nach Crash auf Erholungsfahrt

Goldkurs Anstieg
Goldpreisantrieb durch Nachfrage

Die Notenbanken scheinen sich vom eingefahrenen Verlust durch den Goldkurs-Absturz, besonders ausgeprägt an den beiden Tagen 12.04. und 15.04.13, nicht beeindrucken zu lassen. Die Zentralbanken erlitten mit dem abrupten Goldkursabrutsch lt. Bloomberg einen geldwerten Verlust von geschätzten 560 Milliarden Dollar und als die größten Goldkäufer weltweit zählen sie somit auch zu den größten Verlierern.

Die ungebrochene Kauflust der Notenbanken, überwiegend die der Schwellenländer, setzte sich auch im letzten Jahr fort und selbst das bisherige Allzeithoch im September 2011 (1.921 Dollar) vermochte das Aufstocken der Währungsreserven nicht einzudämmen. Voraussichtlich werden die Notenbanken trotz des massiven Preiseinbruchs ihre Einkäufe fortsetzen.

Goldpreis auf „heimlicher“ Erholungstour
Das Echo des heftigen Goldpreis-Aufschlags scheint jedoch die Tatsache, dass sich der Kurs bereits seit rund 10 Tagen auf einem beständigen Aufwärtspfad befindet, zu überdecken. Am Donnerstag notierte das gelbe Edelmetall bei rund 1.455 Dollar pro Feinunze, bereits deutlich mehr als der „Absacker“ unter die 1.400,- Dollar-Marke. Im Verhältnis zog Gold seit dem Tiefpunkt wieder um rund 10 Prozent an.

Die Notenbanken stehen mit den Anlegern und auch Kleinanlegern in Gold in direkter Konkurrenz gegenüber. Die Nachfrage nach physischem Gold stieg „aus allen Richtungen“ und brachte die Händler von Goldmünzen und -barren in arge Lieferschwierigkeiten. Der „schnelle“ Griff zum Goldbarren fällt auch den Notenbanken schwerer, der Markt für Einkauf von „echtem“ Gold scheint immer weniger Material zur Verfügung stellen zu können. Ausgehend davon, dass der Kurssturz ausschließlich vom Terminmarkt (Papiergold, bzw. Zertifikate) ausgegangen ist, rechnen besonders die Anleger in physischem Gold mit einer fortschreitenden Kurserholung. Das Preisgebilde aus dem Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage könnte gegenüber dem Handel mit Gold-ETFs wieder etwas Oberhand gewinnen.

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