Leitzins fast auf Null: Rentieren Sparanlagen noch?

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Die EZB senkte den Leitzins auf 0,05%. Die Zinsen werden weiter fallen und die Frage, ob Sparanlagen überhaupt noch rentieren, dürfte wieder verstärkt gestellt werden. Für eine bereits bestehende Festzinsanlage kann die Situation dagegen noch durchaus passabel aussehen.

Finanzen

Es gibt sie noch, die rentablen Sparanlagen, aber sie sind bereits sehr rar geworden

Einer null rentablen klassischen Sparanlage folgt die Kapitalanlage

Ein Leitzins von 0,05% in der Eurozone hat bereits mehr Symbolkraft als echten Nutzen. Die Sparer werden die Korrekturen der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Sicherheit zu spüren bekommen. Auch wenn der Leitzins (Hauptrefinanzierungszinssatz) längst nicht für alle Anbieter einer Sparanlage die Richtgröße für die Gestaltung der Sparer-Zinssätze darstellt, wird dieser doch ganz gerne benutzt, um die eigenen Zinssätze zu rechtfertigen.

Doch auch bei den anderen möglichen Richtungsweisern sieht die Situation nicht viel besser aus. Die Renditen der deutschen Staatsanleihen kreisen ebenfalls ihre Runden auf einer „Tiefebene“.

Bereits im Vorfeld der EZB-Ratssitzung am vergangenen Donnerstag senkten einige Anbieter die Zinsen ihrer Sparanlagen. Weitere werden sicher folgen. Die Zinsen für Tagesgeld- und Festgeldanlagen purzeln dem Boden entgegen.

Rentieren Sparanlagen noch? „Es kommt darauf an“

Die Frage, ob die Sparanlage noch rentiert, hängt wesentlich davon ab, ob es sich z.B. um eine bereits seit Jahren laufende Festgeldanlage handelt oder um eine künftige Tagesgeldanlage. Eine langjährige Festzinsanlage, die bereits vor einigen Jahren – im günstigsten Fall vor 2008 – abgeschlossen wurde, rentiert mit Sicherheit, auch ohne einen genaueren Blick auf die Anlage zu werfen. Die Zinsen einer Festgeldanlage sind mit dem Start – entweder bei der Kontoeröffnung, oder mit dem Eintreffen des Sparbeitrages auf dem Festgeldkonto – bis zum Ende festgeschrieben. Da kann die EZB absenken was sie will, die Zinssätze der Festgeldanlagen bleiben fixiert.

Ein völlig trübes Bild ergibt sich jedoch bei den aktuellen Tagesgeldzinssätzen. „Glück im Unglück“ ist die derzeit niedrige Inflationsrate in der Eurozone sowie auch in Deutschland. Damit wird der Schaden durch äußerst niedrige Tagesgeldzinsen noch relativ gering gehalten. Aber eine Teuerungsrate von 0,8 Prozent übersteigt bereits die Tagesgeldzinsen der meisten Anbieter. Gemäß diesem Fall rentiert eine solche Sparanlage nicht mehr. Das angesparte Geld wird entwertet, statt es echte (positive) Zinsgewinne abwirft.

Die „Goldene Mitte“ könnte noch eine Festzinsanlage bieten

Einen Mittelweg, bei dem das angelegte Kapital wenigstens keinem realen Wertverlust unterworfen ist, könnte noch die Festzinsanlage darstellen. Ab Laufzeiten von 2 Jahren sind noch Zinssätze im passablen Bereich erhältlich. Doch das Risiko steigt ebenfalls mit. Die vermeintliche Sicherheit einer Festgeldanlage gilt lediglich für den festgeschriebenen Zins und den ausgezahlten Sparbetrag. Dazu kommt noch die EU-weit einheitliche Einlagensicherung für Guthaben bis zu 100.000,- Euro – welche jedoch nicht mit „Brief und Siegel“ vergeben wurde.

Das Risiko bei einer Festzinsanlage liegt einfach darin, dass die Inflation gemäß der EZB-Wünsche innerhalb der Laufzeit („Sperrzeit“) doch noch in die Höhe schnellt. Damit wäre das Renditeplus ad acta gelegt. Das Geld wird zwar „garantiert“ inklusive Zinsgutschrift ausgezahlt, aber die Inflation knabberte inzwischen fleißig am Geldwert.

Für bald auslaufende Festgeldanlagen stellt sich unwillkürlich, ob der Sparbeitrag ausgezahlt werden soll, oder ob der Vertrag in die Verlängerung gehen soll. Der Haken: „Natürlich“ startet die neue Laufzeit zu aktuell gültigen Zinswerten.

„Alternativlosigkeit“ gehört zum Vokabular der Bundesregierung….

…jedoch nicht für Geldanlagen. Inzwischen gehören diverse Risiken zwangsläufig auch zu den liebgewonnenen Sparformen des Deutschen. Positive Renditen sind nur noch mit Müh und Not zu erwirtschaften. Daher könnte die Überlegung auch lauten, ob etwas mehr Risiko investiert, aber dafür noch klare Gewinne in Aussicht gestellt werden. Eine Alternative bieten Kapitalanlagen und wer eine grundsolide Kapitalausstattung gewinnbringend anlegen will, könnte bei quirion gut aufgehoben sein und muss nicht einmal auf gewohnten Komfort verzichten.



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