Knickte Goldkurs wegen einem Versehen ein?

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Unregelmäßigkeiten im Goldmarkt führten am Freitagmorgen zu einem massiven Preisverfall innerhalb weniger Sekunden. Manipulation, Strategiewechsel oder schlicht ein Fehler von einem Händler, die Spekulationen gehen auseinander. Viel mehr Potenzial zum Goldpreis liegt jedoch im Ausgang des US-Haushaltsstreits zur Schuldenobergrenze.

Goldkurs

US-Politik wird für Goldkurs die Richtung vorgeben

Überraschend hohe Verkaufsorder – Goldmarkt war überfordert

Es bleibt spannend. Der Goldpreis sackte am Freitagmorgen ruckartig um rund 25 Dollar nach unten, nachdem ein Händler den Verkauf von 5.000 Gold-Futures eingeleitet haben soll. Für den Goldmarkt war diese Menge jedoch zu viel, um das Paket als Gesamtes zum gegenwärtigen Goldpreis entgegen nehmen zu können. Eine Sicherheitseinrichtung (Not-Unterbrechung) stoppte die Abwicklung der Kontrakte nach 2.700 Einheiten für 10 Sekunden. Danach wurden die restlichen 2.300 Futures verkauft.

Bei einem Goldpreis von 1.285 Dollar pro Feinunze zum Zeitpunkt der Verkaufsorder, wurden somit Gold-Futures im Wert von rund 640 Millionen Dollar mit einem Schlag verkauft. Auch aufgrund der hohen Sicherheitsleistung von mehr als 40 Mio. Dollar, die für einen solchen Verkauf zu entrichten ist, dürfte es sich um einen äußerst liquiden Marktteilnehmer gehandelt haben. JP Morgan oder Goldman Sachs bezahlen einen solchen Betrag aus der „Kaffee-Kasse“

Kein Wunder, dass die Gerüchte von massiven Marktmanipulationen wieder eine neue Runde einlegen. Doch der Chef von iiTrader, Reiche Ilczyszyn, geht sogar davon aus, dass es sich mit diesem massiven Goldverkauf um den Fehler eines Händlers gehandelt haben müsse. Dem Nachrichtensender CNBC gegenüber erklärte Ilczyszyn, dass jeder Händler, der Kenntnisse über die Größe und Volumen der Märkte hätte, in keinem Fall eine Verkaufsorder von 5.000 Gold-Futures einleiten würde. Der Differenzpreis ließe sich bei diesem Volumen überhaupt nicht einschätzen.

Am Montag ist wieder etwas Ruhe in den Goldmarkt gekommen. Die Feinunze Gold konnte sogar um 0,9 Prozent zulegen. Die größte Aufmerksamkeit der Goldhändler ist gegenwärtig auf die Entwicklungen zum US-Haushaltsstreit gerichtet. Die „Federn sind vorgespannt“. Kommt es zu einer Einigung um die Schuldenobergrenze, erwarten Analysten einen gesteigerten Verkaufsdruck. Sollte es jedoch zu einer offiziellen Zahlungsunfähigkeit der USA kommen, käme dies wahrscheinlich dem Startschuss zu einem Einkaufs-Wettbewerb gleich.

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