Keine Ersparnisse – Aufschwung kam nicht in der Bevölkerung an

Sparen –


Der Arbeitsmarkt boomt, die Beschäftigungsquote steigt weiter an und die öffentliche Hand hatte im vergangenen Jahr sogar einen Rekordüberschuss. Somit kräftiger Aufschwung. Dieser kam allerdings nicht in der Bevölkerung an, wie eine ING-Umfrage ergab. Ein Drittel aller Deutschen verfügt über keinerlei Ersparnisse und die zwei Drittel davon können gar keines haben.

Gute Laune Sparen

Die gute Laune zum Sparen ist immer weniger Deutschen gegönnt

Deutsche sind „Sparweltmeister“ – Aber nur die, die’s können

Sparen ist eine Tugend der Deutschen, so ein weit verbreitetes Klischee. Für die Neigung zum Beiseitelegen der Eisernen Reserve mag dies wohl noch zutreffen, aber längst nicht mehr für die Praxis. Von Dreizehn untersuchten Ländern weist Rumänien den geringsten Anteil der Bewohner mit Ersparnissen auf und dann folgt auch schon die Bundesrepublik.

Inzwischen hat rund ein Drittel aller Haushalte im Bundesgebiet keinerlei Ersparnisse und der Anteil scheint rasant zuzunehmen. Vor einem Jahr hatte rund ein Viertel der deutschen Haushalte keinen Notgroschen parat, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Bank ING. Im Mittelpunkt standen Themen rund ums Sparen sowie die Planung für das kommende Rentenalter. Neben europäischen Ländern wurden fand die Umfrage auch in den USA und in Australien statt.

Demnach liegt es keinesfalls an der „großen Unlust“ zum Sparen, sondern schlicht an den Möglichkeiten. Der in den europäischen Ländern hauptsächlich angegebene Grund für die „Spar-Verweigerung“ ist das zu geringe Einkommen. Im Bundesgebiet gaben 63 Prozent der Befragten ohne Ersparnisse mangelnde finanzielle Möglichkeiten an.

Wer sparen kann steht auf der Sonnenseite

Wer als Deutscher die Möglichkeit zum Sparen hat, befindet sich eher auf der Sonnenseite des Lebens, denn von dieser Gruppe zeigten sich 55 Prozent als „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Die Zahlen sprechen auch für sich, denn mit mindestens vier Monatseinkommen Rücklagen mischen die „sparfähigen“ Deutschen auf Position Vier ziemlich weit vorne kräftig mit. Auch in der Klasse der Ersparnisse eines 7-Monat-Einkommens belegen die deutschen Sparer ebenfalls Platz Vier (Vorjahr Platz 3). In der Kategorie mehr als ein Jahreseinkommen landeten die Deutschen auf Platz Fünf (Vorjahr Platz 4).

Ebenfalls vorne dabei sind die Deutschen beim „Management“ der verfügbaren finanziellen Mittel. Etwas mehr als die Hälfte (53 %) gab an, dass sie zwar über keinerlei Rücklagen verfügten, aber das Geld bis zum Monatsende (bzw. Ende Einkommenszeitraum) nicht ausgeht. Im Ländervergleich reichte dies für die dritte Position. Sollte tatsächlich einst das Geld zu früh versickern, dann sehen lediglich 20 Prozent die Kreditkarte oder eine andere Schuldenaufnahme als eine Option. Die große Mehrheit verzichtet dann lieber auf den Konsum.

Katastrophales Zeugnis für staatliche Rentensysteme

Große Einigkeit innerhalb der europäischen Ländern herrscht beim Ausblick auf die künftige Rentenversorgung vor. Einheitlich fürchten die Menschen, dass sie im Rentenalter weniger herausbekommen als sie einzahlten. Die gleiche Einigkeit gilt auch für die Erwartung, dass spätere Rentner weniger zur Verfügung haben als die aktuellen Ruheständler sowie das Renteneintrittsalter weiter angehoben wird. Etwas weniger als die Hälfte (45 %) der Deutschen sehen für die finanzielle Absicherung im Rentenalter den Staat in der Pflicht, mehr noch als sich selbst oder den Arbeitgeber. Eine großer Anteil der Befragten geht davon aus, im späteren Rentenalter etwas hinzuverdienen zu müssen, um über die Runden kommen zu können.

Das Vertrauen in die staatlichen Rentensysteme erscheint ohnehin zerstört zu sein. Europaweit halten diese nur 17 Prozent als ausreichend. Im Bundesgebiet sind es nur 11 Prozent.




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