Kampf um Privatsparer: ING & Sparkassen im Schlagabtausch

Tagesgeldanlagen-


Die ING befindet sich als Direktbank trotz der widrigen Marktbedingungen auf dem aufsteigenden Ast. Die veröffentlichten Erfolgszahlen aus dem Jahr 2012 scheinen jedoch für etwas „Entladung“ in der angespannten Lage zu sorgen. Im Wettbewerb um die Privatkunden finden inzwischen Vorwürfe des „parasitären Verhaltens“ eine Anwendung.

ING und Sparkassen mit Schild und Lanze

Sparanlagen
Die Liebe gilt dem Sparer, nicht dem Konkurrenten

Die Bedingungen am Kapitalmarkt werden härter. Der Aktionsraum der Banken und Sparkassen verkleinert sich zusehends, um den ohnehin bereits frustrierten Privatanlegern noch von den möglichen Zinssätzen der Sparanlagen überzeugen zu können.

So verwundert es nicht, dass es auch mal zu einem Schlagabtausch zwischen den Kredithäusern kommt, wenn es darum geht, sich gegenseitig das Abwerben der Kundschaft vorzuwerfen. Ein „Hauen und Stechen“ bleibt bis jetzt noch aus, aber für das ausüben von „Diplomatie“ scheint sich die Situation bereits zu sehr zugespitzt zu haben.

Der vermeintliche Anlass?
Die ING als größter deutscher Tagesgeldanbieter veröffentlichte am 01. März ihre Geschäftszahlen für 2012. Demnach legten die Kunden im vergangenen Jahr knapp 9 Milliarden Euro zusätzlich an und erhielten insgesamt 1,5 Milliarden Euro Zinsen gutgeschrieben. ING gewann 2012 545.000 Brutto-Neukunden bzw. 317.000 Netto-Neukunden hinzu und konnte für die Märkte Deutschland und Österreich den größten Zuwachs in den vergangenen fünf Jahre verzeichnen.

Das von der ING verwaltete Geschäftsvolumen stieg um 16 auf 182 Milliarden Euro von inzwischen 7,8 Millionen Kunden. Das Jahresergebnis vor Steuern erreicht mit 485 Millionen Euro zwar nicht das Vorjahresergebnis (660 Mio. Euro), aber dennoch zeigte sich Roland Boekhout, Vorstandsvorsitzender der ING, angesichts des schwierigen Marktumfelds als sehr zufrieden.

Deutlicher Zuwachs bei den ING Sparkonten
Das Volumen der Spargelder stieg 2012 trotz des allgemein niedrigen Zinsniveaus deutlich an. Neu- und Bestandskunden ließen der ING rund 9 Milliarden Euro neu zufließen und steigerten das Gesamtvolumen somit um 10 Prozent auf 94,7 Milliarden Euro. Insgesamt werden von der Bank nach einem Zuwachs um 328.000 inzwischen 6,7 Millionen Sparkonten verwaltet. Privatkunden erhielten 2012 mehr als 1,54 Milliarden Euro Zinsen ausgezahlt, gegenüber 1,45 Milliarden Euro im Jahr 2011.

Zahl der Girokonten nur knapp vor der 1-Millionen-Marke
Zum Start der Wachstumsoffensive im Jahr 2007 zählte ING weniger als 150.000 Girokonten. Nach einem stetigen Zuwachs innerhalb der folgenden fünf Jahren konnte das Kreditinstitut die Anzahl der geführten Girokonten alleine im Jahr 2012 um 13 Prozent steigern und weist inzwischen 968.000 Konten vor. 10 Prozent der Konten werden von Studenten geführt und stehen deshalb in einem gesonderten Mittelpunkt.

Die ING stellte während dem Geschäftsjahr 2012 192 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, die einen unter dem Dach der Gewerkschaft Verdi vereinbarten Tarifvertrag erhielten.

Neidischer Blick der Mitbewerber?

ING
Seit 2007 in Wachstumsoffenive

Der ING-Chef Roland Boekhout sieht am Privatkundenmarkt eine Situation heranwachsen, die mit „Anständigkeit“ nichts mehr gemein hätten. Er berichtete lt. welt.de (Samstag) in Verbindung mit der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2012 von Fällen, bei denen die Kunden daran gehindert worden seien, das Sparguthaben an seine Bank zu überweisen und beschrieb diese Vorgänge als ein „grobes Foul“, das dem Nachtreten gleich käme, wenn der Ball bereits weg ist.

Unausgesprochen aber kaum angezweifelt, ging der „Seitenhieb“ direkt an die Sparkassen. Denn der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, hatte lt. welt.de erst am Vortag von einer „Schmarotzerstrategie“ der ING gesprochen. Demnach erklärte sich Grandke die angebotenen Tagesgeldzinsen, weit mehr als der Geldmarktzins knapp über Null, lediglich durch riskante Anlagen oder „alimentierte krisengeschädigte und staatlich gestützte Mutterkonzerne in den Niederlanden oder sonst wo im Ausland“.

Der ING-Chef hielt jedoch entgegen, dass weniger als 2 Prozent der Bilanzsumme gen Niederlande fließen. Der Löwenanteil der Einlagen würde für Baufinanzierungen genutzt werden. Das Volumen der Baudarlehen stieg im Jahr 2012 um sechs Prozent auf 60 Milliarden Euro. Kredite an Verbraucher erreichten im Vorjahr ein Volumen von 3,7 Milliarden Euro.

Wie sind dann 1,00% p.a. möglich?
Boekhout wies darauf hin, dass sein Haus den überdurchschnittlichen Zinssatz nicht aufgrund riskanter Anlagestrategien sondern durch die schlanke Aufstellung einer Direktbank anbieten könne. Kosten für ein Filialnetz treten erst gar nicht in Erscheinung. Aus diesem Grund könnten die Direktbanken die Niedrigzinsphase viel länger aushalten als zahlreiche Wettbewerber, so der ING-Chef, der auch noch nachlegte, „andere Institute verhindern bewusst den Sparerfolg ihrer Kunden. Da müssen sie sich nicht wundern, wenn die Kunden lieber zu uns kommen“.

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