Jeder Bundesbürger besitzt 214.000€ – Bundesbank überrascht

Armut & Reichtum-


Jeder Bundesbürger besitzt Ersparnisse und Sachvermögen im Wert von rund 214.000 Euro. Die freudige Nachricht der Bundesbank dürfte jedoch die allermeisten BRD-Bewohner überraschen. Die Kontoauszüge beschreiben etwas völlig anderes.

Obdachlose

Wer mehr als 100 Millionen Euro besitzt, wird statistisch gar nicht mehr erfasst

Super-Reiche fallen aus der Statistik heraus

Die Bewohner des Bundesgebietes können sich glücklich schätzen. Jeder Einzelne besitzt ein angespartes privates Vermögen von rund 214.000 Euro, zumindest im Durchschnitt und wer nicht dazu gehört, findet in seiner mehrheitlichen Umgebung sicher Trost.

Im Durchschnitt hatte jeder Bundesbürger Geldvermögen, Kapitalanlagen, Immobilien und andere Sachwerte von durchschnittlich 214.500 Euro, so die Mitteilung der Bundesbank am Montag. Schulden sind rechnerisch bereits abgezogen. Teilt man die Bevölkerung jeweils hälftig in die zwei Gruppen „Arm und Reich“, so beschreibt die Grenze die sog. Median-Linie. Im Jahr 2014 beschrieb diese Linie in der Bundesrepublik lt. Bundesbank den Betrag von rund 60.000 Euro. Im Jahr 2013 berechnete die Europäische Zentralbank einen Median-Wert für die BRD von 51.400 Euro mit Stand 2010. Im gesamten Euroraum lag dieser Wert bei 109.000 Euro.

Unterschied zwischen Durchschnitts- und Median-Wert

Der Durchschnittswert von 214.500 Euro gegenüber dem Median-Wert von rund 60.000 Euro beschreibt ein großes Ungleichgewicht in der Vermögensaufteilung. Das stellte auch die Bundesbank in ihrem Bericht fest. Die Vermögen in Deutschen sind „relativ ungleich verteilt“. Demnach besitzen drei Viertel der Bundesbürger weniger als der berechnete Durchschnittswert. Der sog. Gini-Koeffizient lag im Jahr 2014 bei 0,76 (bzw. 76%). Ein Gini-Wert von Null beschriebe die absolut gleichmäßige Vermögensverteilung. Der Höchstwert Eins wäre die „perfekte Ungleichheit“. Im Euroraum lag der Gini-Koeffizient bei 0,69 und im „Musterland der Ungleichheit“, den USA, lag der Wert im Jahr 2013 bei 0,80. Die Armuts-Reichtumsverhältnisse in der BRD kommen somit den Zuständen in den USA schon sehr nahe heran.

Vermögensverteilung Stand 2014

Im Jahr 2014 besaßen die reichsten 10 Prozent insgesamt 59,8 Prozent des gesamten Privatvermögens. Der Bereich zwischen 50 und 90 Prozent der Bevölkerung hatten 37,7 Prozent des Vermögens. Die arme Hälfte der BRD-Bewohner besaß lediglich 2,5 Prozent des gesamten privaten Vermögens.

Den Reichen wurde ein Grenze von 100 Millionen Euro gesetzt

Die Schieflage zwischen Arm und Reich in der BRD dürfte noch viel ausgeprägter sein als von der Bundesbank „berechnet“. Die Erfassung der Reichen wurde mit dem Vermögen von höchstens 100 Millionen Euro gedeckelt. Wer mehr besitzt, wird erst gar nicht erfasst. Statistiker sind abhängig von freiwilligen Angaben. Eine Befragung der Haushalte Quandt, Klatten, Albrecht, Schaeffler, Schwarz, Reimann, Herz, Otto, Würth und Oetker wurde ohnehin nicht gewagt. Deren Privatvermögen wurde für das Jahr 2014 auf rund 148 Milliarden Euro geschätzt, wobei das Schlusslicht „lediglich“ 7,7 Milliarden Euro besaß.

Die „Ärmsten“ der Top 500 im Jahr 2013 mussten mit nur 200 Millionen Euro auskommen. Die Vermögenserfassung der Bundesbank setzte die Grenze allerdings bei 100 Millionen Euro.



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