Test Öko-Fonds: Gut für das Gewissen – Schlecht für schwache Nerven

Ökofonds-


Öko-Fonds versprechen hohe Renditen durch eine vermeintlich zukunftsorientierte Technologie. Im Ausbau der Erneuerbaren Energien ist sehr viel Bewegung. Doch einem geschlossenen Fonds könnte das gleiche Schicksal ereilen wie dem einst boomenden Solarmodul-Markt in Deutschland.

Öko-Fonds

Öko-Fonds scheinen ebenso unausgereift wie die EEG-Umlage zu sein

„Ökologisch sauber, finanziell teils höchst riskant“

In den Erneuerbaren Energien steckt eine „Menge Zukunft“. Der Ausbau der Windkraft- und Solaranlagen wird auch noch für die nächsten Jahre mit Hochdruck vorangetrieben. Ein aufstrebender Markt. Beim Betrachten der Versprechungen und Prognosen mancher Fonds, die auf den Ausbau von Öko-Energie setzen, könnte dem Anleger das Bild einer sonnigen Zukunft suggeriert werden. Sog. Ökofonds sind seit geraumer Zeit im Umlauf und weckten schon so manches Interesse der „Niedrigzins-geschädigten“ Sparer.

Doch offensichtlich sind Ökofonds mit besonderer Vorsicht zu genießen. In Aussicht gestellte Renditen sind offenbar ins Reich der Träume einzuordnen und die Risiken eines Totalverlustes der Anleger sind in relativ klaren Umrissen erkennbar.

Das in Ökofonds investierte Geld fließt in bestehende und zukünftige Projekte für Erneuerbare Energien, u.a. Wasserkraftwerke, Solar- und Windparks. Das Magazin Finanztest hat sich eine Vielzahl dieser Öko-Geldanlagen etwas genauer angesehen, oder besser gesagt, knapp die Hälfte aussortiert bevor überhaupt ein intensiverer Blick darauf geworfen wurde. Von 57 ausgewählten Öko-Fonds wurden bereits im Vorfeld 14 „disqualifiziert“. Deren Zusammenstellungen wurden von den Testern für Privatanleger als zu riskant eingestuft. Es sei teils gar nicht ersichtlich gewesen, wohin die Gelder der Anleger eigentlich fließen. So sortierte das Magazin alle geschlossenen Fonds aus, bei denen für mehr als zehn Prozent der Anlagesumme noch kein Verwendungszweck bestimmt war. Am Ende waren es lediglich 10 Öko-Fonds, die für eine genauere Untersuchung herangezogen wurden

Das Resümee der zehn näher betrachteten Ökofonds ist ernüchternd. Finanztest vergab für zwei Anlagen die Bewertung „ausreichend“ und die restlichen acht Fonds mussten jeweils mit der Note „mangelhaft“ Vorlieb nehmen.

Finanztest sieht die versprochenen Renditen und Aussichten viel zu optimistisch angesetzt. Die angegebenen Renditeaussichten durch Sonne- und Windenergie wurden maximiert und Rücklagen sowie Kosten erhielten jeweils einen minimalen Posten. Anleger können nach Ablauf der Ökofonds mit der Auszahlung ihrer Investition plus den in Aussicht gestellten Renditen rechnen. Die Laufzeiten betrugen zwischen 8 und 20 Jahre. Zinserträge sollten jeweils jährlich ausgeschüttet werden. Es könnte gut gehen, muss aber nicht. Sollte der Fonds insolvent gehen, hat der Anleger das Nachsehen.

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