Grauer Kapitalmarkt: Hohe Renditechancen, hohe Risiken

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Der Graue Kapitalmarkt bietet hohe Renditechancen aber auch erhebliche Risiken, vor allem wenn der Kunde über die Hintergründe des Finanzproduktes im Unklaren gelassen wird.

Hochglanz-Angebote aber intransparent

Kostenfalle
Wenn die Risiken verschleiert sind

Angebote im Grauen Kapitalmarkt können oft nicht das einhalten, was in den Broschüren der Geldanlage präsentiert wird. Verlockende Angebote in Hochglanzbroschüren lassen den Konsumenten über die Risiken häufig im Unklaren. Die Werbung für derlei Finanzprodukte ist oft intransparent, so das Studien-Ergebnis der Verbraucherzentrale Hessen im Rahmen des Projekts Marktwächter Finanzen.

Viele Anleger glaubten ihr Geld am Grauen Kapitalmarkt in einer sicheren Anleger und erlitten dennoch Schiffbruch. Das liege u.a. daran „weil die Anbieter ein zu vorteilhaftes Bild von den Produkten zeichnen“, so Jutta Gelbrich, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. Die möglichen Verluste mit Investitionen in Finanzprodukte des Grauen Kapitalmarktes seien hoch.

Risiken unzureichend bis gar nicht dargelegt

Die Verbraucherzentrale Hessen untersuchte im Zeitraum Oktober und November 2015 insgesamt 91 Werbeanzeigen für Produkte des Grauen Kapitalmarktes. Im Mittelpunkt stand u.a. die Transparenz der Print- und Onlinewerbung.

Eine einseitige Darstellung der Vorteile der angepriesenen Geldanlage wurde in 77 Fällen festgestellt. Die Risiken finden zwar eine Erwähnung, sind allerdings nur nebensächlich aufgeführt. „Vier von fünf Produkten scheiterten schon an diesem Kriterium der Prüfung“, sagt Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen.

Bei fast der Hälfte aller untersuchten Finanzprodukte des Grauen Kapitalmarktes fehlte der Hinweis auf die Risiken wie Wertschwankungen, obwohl diese generell bestehen. War dennoch ein Risikohinweis zu finden, so war dieser häufig versteckt, stark verklausuliert oder in kleiner Schrift. Bei einigen Produkten ließ man den Konsumenten im Unklaren, um was für eine Art von Kapitalanlage es sich eigentlich handelte oder worin die Investition bestehen sollte.

Die Finanzprodukte des Grauen Kapitalmarktes haben eines gemeinsam. Deren Unternehmen stehen nicht unter Aufsicht der BaFin. Eine Erlaubnis ist für den Handel dieser Produkte nicht notwendig.

Der Graue Kapitalmarkt ist von verschiedensten Anlageklassen durchwachsen. Dazu gehören z.B. auf Edelmetall basierende Sparpläne, Termingeschäfte, Unternehmensbeteiligungen, geschlossene Immobilienfonds und direkte Investitionen u.a. in Gold, Holz und Minen. Der „Grau-Markt“ ist weder illegal, noch pauschal ein Garant für herbe Verluste. Zahlreiche Angebote stehen auf solidem Untergrund, aber in einem unkontrolliertem Marktsegment haben auch die „Schwarzen Schafe“ einen entsprechenden Bewegungsfreiraum.

Für den unerfahrenen Anleger ist der Graue Kapitalmarkt allerdings ein heißes Pflaster. Wie die Verbraucherzentrale Hessen feststellte, sind die Risiken bei einem Großteil der Produkte schlecht oder gar nicht einzuschätzen.

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