Hongkong Bitcoin-Börse MyCoin sperrt Anleger aus

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In der Welt der Bitcoin-Börsen scheint es mit der plötzlichen Schließung der Plattform MyCoin einen weiteren handfesten Skandal und eine ganze Reihe geprellter Anleger zu geben. Die Handelsplattform des Cybergeldes in Hongkong sperrte rund 3.000 Investoren aus und vereinnahmte rund 340 Millionen Euro.

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MyCoin ist ein weiterer Kandidat, der die Bitcoin-Börsen in Verruf bringt

Verlockende Angebote als Verpackung eines Schneeballsystems

Die Bitcoin-Plattform MyCoin mit Sitz in Hongkong hat ihre Pforten geschlossen und lässt sämtliche Anleger und Investoren vor verschlossenen Türen stehen. Das angesammelte Anlagevermögen von rund 3 Milliarden Hongkong-Dollar (HK), umgerechnet ca. 386,9 Millionen US-Dollar, bzw. gut 340 Millionen Euro, befindet sich offenbar an einem unbekannten Ort, so das Portal CoinDesk (Montag). Die Anzahl der vermeintlich geschädigten Anleger bei MyCoin wird auf 3.000 Personen geschätzt, die im Durchschnitt rund 113.000,- Euro auf dem Konto liegen hatten.

Am vergangenen Freitag trafen demnach rund 30 Personen und vermeintliche Opfer der Bitcoin-Börse MyCoin in Hongkong ein, um den örtlichen Behörden diverse Unregelmäßigkeiten beim Bitcoin-Unternehmen zu melden. Kunden äußerten u.a. den Verdacht, dass es sich mit MyCoin um ein Schneeballsystem handeln könne und im Hintergrund keine realen Bitcoin Geschäfte abliefen.

Offenbar ließen sich zahlreiche Investoren durch dubiose Versprechungen wie Geldpreise und ein Mercedes-Benz Fahrzeug ködern, wenn Kunden weitere Investoren warben. Das Anwerben eines Investors sei auch Voraussetzung für das Abheben des eigenen Bitcoin-Vermögens gewesen. Renditen von 1 Millionen HK $ innerhalb vier Monate standen in Aussicht und Kunden wurden gleichzeitig unter Druck gesetzt, Bitcoin-basierte Verträge aus dem Immobiliengeschäft, Versicherungsbereich und Anteile von Rechtsanwaltskanzleien zu erwerben.

Nach und nach sei es immer schwieriger geworden, eigene Anteile vom Bitcoin-Konto abzuheben. Nachdem sich die Zahlungen immer mehr verzögerten und Regeln geändert wurden, schlossen die Türen des Büros bereits im vergangenen Monat aufgrund angeblicher Renovierungen.

Mit der überraschenden Schließung von MyCoin erhält die wachsende Kette der teils dubiosen Vorgänge am BitCoin Markt ein weiteres Mitglied. Für Schlagzeilen sorgten bereits Mt. Gox, Poloniex und Vircurex.



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