Hochrisiko-Geldanlagen – Eigeninitative für Rechergen erforderlich

Anlagenrisiken –


Hochrisiko-Geldanlagen ließen sich leichter erkennen. Dazu gehörte zumindest die eigene Initiative, sich die Details dieser Anlage genauer anzusehen und sich auch über die Hintergründe zu erkundigen. Die gesetzlich vorgeschriebene Aufklärungspflicht der Anbieter über mögliche Verlustrisiken werden teils nur nachlässig gehandhabt.

Geldanlagen

Versprechen hoher Renditen sind stets mit hohen Risiken verbunden

Aufklärungspflicht für möglichen Totalverlust

Eines der grundlegendsten „Finanzmarktgesetze“ betrifft den Zusammenhang zwischen erzielbaren Renditen und den vorliegenden Anlagerisiken. Je höher die versprochenen Renditen sind, desto höher sind auch die Risiken eines Investitionsverlustes. Umgekehrt gilt jedoch nur bedingt, da gemäß dem Motto „Frechheit siegt“ für eine präsentierte (insgeheime) Hochrisiko-Anlage auch nur einige wenige Rendite-Krümel abfallen können.

Private- bzw. Klein-Anleger sollen vor zu hohen Risiken geschützt werden. Deshalb müss(t)en die Anbieter auch für ausreichende Aufklärung Sorge tragen. Dem Anleger müsse bewusst werden, auf welche Risiken er bei einem Vertragsabschluss eingeht. Die Crowdinvesting-Plattform Exporo hat diese Aufklärungspflicht offenbar versäumt und damit nach Anstrengungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) eine „juristische Rüge“ kassiert.

Exporo bot gemäß der juristischen Auseinandersetzung eine Finanzanlage mit dem Risiko eines Totalverlustes an. vzbv sah in den dafür produzierten und u.a. bei YouTube zu sehenden Werbespots einen Verstoß gegen die Aufklärungspflicht, da der Hinweis auf einen Totalverlust der Investition fast nicht ersichtlich sei.

Das Landgericht Hamburg entsprach den Ausführungen der Verbraucherschützer. Gemäß dem Gericht hätte Exporo den Hinweis auf einen möglichen Totalverlustes während der gesamten Dauer des Videos sichtbar platzieren müssen. Dieser Hinweis sei in den monierten Videos nur für jeweils 2 Sekunden angezeigt worden. Dazu sei dieser Hinweis auch in zu kleiner Schrift erfolgt.

Angebotenes Finanzprodukt ist Investition in Nachrangdarlehen

Mit den angebotenen Finanzprodukten handelte es sich um sog. Nachrangdarlehen. Diese Form der Kredite zeichnen sich vor allem durch hohe Zinssätze aus. Dies ist allerdings einzig dem hohen Risiko für den Kreditgeber geschuldet. Bei einem Nachrangdarlehen steht der Kreditgeber als Gläubiger nach einem Insolvenzfall des Kreditnehmers hinten an. Hat der Schuldner noch weitere Gläubiger im Nacken, werden diese vorrangig behandelt. In der Regel werden Nachrangdarlehen auch ohne Sicherheiten vergeben. Werden Anlegergelder für die Vergabe derartiger Kredite eingesetzt, winken zwar hohe Zinssätze bzw. Renditen, aber dies kommt nur zum Tragen, wenn der Kreditnehmer die Kreditsumme inkl. Zinsen bedienen kann. Angesichts der sehr niedrigen Kreditzinsen ist davon auszugehen, dass Kreditnehmer eines Nachrangdarlehens ohnehin schon finanziell angeschlagen sein könnten. Andernfalls ließe sich ihr Finanzierungsbedarf auch über ein reguläres Darlehen (inkl. Sicherheiten) decken.

Kosten & Leistungen Depot vergleichen

Jetzt kostenlosen Depotkostenrechner nutzen:

Depot

  • Depot Berechnung für:
  • Wählbares Ordervolumen
  • Orderanzahl pro Jahr
  • Anteiliger Handel über Internet
  • Durchschnittliches Depot-Volumen
  • Laufende Depot-Kosten
  • Durchschnittliche Order-Kosten

Ordervolumen, Orderanzahl eingeben, fertig. Online-Depotkosten Vergleich.

Jetzt vergleichen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.