Goldpreis von US-Arbeitsmarkt und Analysten-Irrtum nach unten gedrückt

Goldmarkt April 2015-


Mit dem Fed-Protokoll und den US-Arbeitsmarktdaten hat für den Goldpreis das Gerangel um die 1.200-er Marke wieder begonnen. Die Analysten kamen mit ihren Berechnungen kräftig ins Schleudern.
Der kommende Juni als Monat der Zinsanhebungen hat erneut einen höheren Stellenwert erhalten.

Goldbarren

Zinsanhebungen im Juni oder nicht? Im Juli werden es alle wissen

Nicht Fakten steuern Goldpreis, sondern korrigierte Analysten-Meinungen

Genauso wie man beim Bleigießen in fast jedem Batzen eine „klare Figur“ erkennen kann, so geben auch die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ausreichend Raum für viel Fantasie. Trotz der klaren Uneinigkeit zwischen den Fed-Zweigstellen scheinen die Goldmarkt-Teilnehmer wiederum der Wahrscheinlichkeit „Zinsanhebung im Juni“ den größten Glauben zu schenken.

Die US-Arbeitsmarktdaten vom März waren für Analysten eine herbe Enttäuschung. Ihre Schätzungen überboten die eingetroffenen Tatsachen deutlich. Anschließend schwenkten die messerscharf kalkulierenden Marktbeobachter um und sahen die Arbeitslosenzahlen deutlich ansteigen. Es folgten die Arbeitsmarkt-Statistiken von der zweiten Aprilwoche und damit auch die nächste Ernüchterung. Die Arbeitslosenzahl stieg „nur“ um rund 1.000 Personen, weit weniger als Analysten „erwarteten“. Wall Street Journal befragte die Experten und diese gingen von einem Plus von 17.000 Menschen aus.

Die Fehleinschätzung war somit negativer geprägt als die Realität, ergo eine „positive Entwicklung“, die sogleich Druck auf den Goldpreis ausübte. Die real mit einem Minuszeichen behaftete Arbeitsmarktentwicklung ist ohne Belang.

Um sich den Goldpreis in eine bestimmte Richtung zu wünschen, braucht es offenbar lediglich den Balance-Akt zwischen analysierten Extremen und der Glaubwürdigkeit zu beherrschen. Angesichts der weit auseinander driftenden Goldpreisprognosen der verschiedenen Marktteilnehmern eine scheinbar übliche Praxis.

Der Goldkurs verblieb am gestrigen Tag unter der Marke von 1.200 US-Dollar. In den ersten Morgenstunden des Freitags zeigt das gelbe Edelmetall Anzeichen von neuen Auftrieben, die jedoch noch sehr schwach ausgebildet sind.



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