Goldpreis nach Goldman Sachs Überraschung mit Zuschlägen ins Wochenende

Goldmarkt März 2015-


Der Goldpreis verabschiedete sich mit kräftigen Zuschlägen ins Wochenende. Das Plus ist allerdings kaum der wohl „maßlosen Freude“ über die Beteiligung von Goldman Sachs am neuen Goldpreisfixing geschuldet.

Goldbarren

Goldpreise werden nun auch von der Wallstreet gefixt. Goldman Sachs ist mit an Bord.

US-Investmentbank bestimmt nun bei Goldpreisgestaltung mit

Die große Geheimniskrämerei um die Besetzung des neuen „Goldpreis-Festlegungs-Teams“ hat ein Ende. Mit dem Start des neuen Goldpreisfixings am Freitag teilte die London Bullion Market Association (LBMA) offiziell die beteiligten Banken mit. Von nun an erfolgt die Goldpreis-Bestimmung nicht mehr über eine Telefonkonferenz, sondern zweimal täglich, einmal um 10:30 und einmal um 15:00 Uhr UTC.

Am Freitagvormittag standen vom 6-köpfigen Team bereits die ersten 5 fest. Das große Geheimnis bestand in der unbekannten Nummer 6 und die Einschätzung, Asien erhält beim Preisfixing mehr Gewicht, hat sich nicht bewahrheitet. China ist mit der Vertretung durch ein Kreditinstitut nicht beteiligt. Die am Gold-Referenzpreis beteiligten Banken lauten Société Générale SA, UBS AG, HSBC Holdings PLC, Barclays PLC, Bank of Nova Scotia und die Nummer 6 Goldman Sachs. Somit stammt der „Neuankömmling“ nicht aus Peking oder Shanghai, sondern von der Wall Street.

Eine satte Überraschung. Die LBMA selbst war es, die die Teilnahme einer chinesischen Bank indirekt in Aussicht stellte. Zumindest gelang es der LBMA-Chefin Ruth Crowell, die Grundlage für relativ solide Gerüchte zu streuen.

Goldman Sachs, die sehr umstrittene US-Investmentbank, trat in den vergangenen zwei Jahren u.a. dadurch hervor, die eigenen Goldpreis-Prognosen hartnäckig zu verteidigen. Goldman Sachs geriet mehrfach ins Visier von US-Behörden und der EU-Kommission, u.a. bei den Untersuchungen zu Wechselkursmanipulationen und unerlaubte Eingriffe bei Kreditausfallversicherungen (CDS-Markt).

Der Name Goldman Sachs tauchte auch auf den Listen der Finanzaufsichten auf, die sich mit Libor-Manipulationen und den teils sehr dubiosen Vorgängen am US-Hypothekenmarkt beschäftigten.

„Die LBMA stellte bei der Auswahl von Goldman Sachs ihr „geschicktes Händchen“ unter Beweis. Eine Bank mit mehr Erfahrungen im Bereich Manipulationen und „Zurechtbiegen“ war wohl kaum aufzutreiben. Ein Kreditinstitut mit derart umfangreichen Kenntnissen ist in der Lage, manipulative Eingriffe am Goldpreisfixing bereits am Ansatz zu erkennen und vorab effektive Präventionen zu einzuleiten. Mit Goldman Sachs an Bord können alle Marktbeteiligten davon ausgehen, dass der Goldkurs ausschließlich vom lieben Gott gelenkt wird.“

Zumindest hat der Goldkurs am Freitag von der Umstellung des Goldpreisfixings keinen Schaden genommen. Bei gut 1.170 US-Dollar pro Feinunze ging der Tag los und endete bei 1.182,40 Dollar.



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