Goldpreis fällt in zweiter Mai-Woche 2013 deutlich zurück

Goldkurs Mai 2013-


Der Goldkurs ist nach der Erholungstour in der zweiten April-Hälfte in eine Seitwärtsbewegung eingeschwenkt und scheint mit dem Beginn des zweiten Mai-Abschnitts wieder etwas nachzulassen. Innerhalb einer Woche fiel der Goldpreis um rund 68 Dollar pro Feinunze. Die Analysten sind sich jedoch über die Zukunft der Goldpreisentwicklung uneins.

Papiergold-Inhaber haben noch viel Abstoß-Potenzial

Goldpreisentwicklung
Mehr Glaubensfragen statt klare Aussagen

Der Preis für eine Feinunze Gold (ca. 31 Gramm) hat seit dem 08. Mai. 2013 relativ deutlich nachgelassen. Innerhalb weniger Tage rutschte der Goldpreis während der zweiten Mai-Woche von gut 1.474 Dollar auf zwischenzeitlich 1.408 Dollar pro Unze am Mittwoch.

Zumindest dürfte derzeit der Faktor „Inflationsangst“ im Goldmarkt nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Teuerungsrate April 2013 in Deutschland wurde vom Bundesamt für Statistik (Destatis) bei 1,2% festgestellt. Italiens Teuerungsrate lag im vergangenen Monat sogar um 0,1 Prozentpunkte niedriger. Dem Argument „Gold wegen Hyperinflation“ ist im Augenblick die Grundlage entzogen.

In den USA sorgt der vorherrschende Optimismus einer weiter aufstrebenden Wirtschaft für den prognostizierten Rückgang der Goldnachfrage.

Vermutlich werden die „Papiergold-Inhaber“ ihre Bestände noch weiter abbauen. SPDR Gold Shares, der weltgrößte Gold-ETF, rechnet mit bis zu 4 Millionen Feinunzen Gold, die von ihren Inhabern abgestoßen werden.

Fleißige Hartgold-Käufer bremsten freien Goldpreis-Fall ab
Während jedoch die Goldpapierhändler als die eigentlichen Verursacher des seit Jahrzenten größten Goldpreisabrutschs vom April gelten, sind es offensichtlich die Käufer von physischem Gold, die den Aufprall des Goldkurses mehr als nur abgemildert hatten. Besonders die Menschen in Indien und Fernost griffen nach dem Kursabsturz kräftig zu und räumten den Goldhändlern die Tresen leer. So sollen lt. Zeit (Mittwoch) alleine die chinesischen Gold-Liebhaber innerhalb einer Woche Gold in einem Umfang von 10% der gesamten Jahresproduktion gekauft haben. Das sind rund 300 Tonnen Gold, die den Preis wieder nach oben bis über die 1.400 Dollar-Grenze hoben.

Derzeit sprechen zahlreiche Analysten über die erwartete Goldpreisentwicklung eine teils völlig unterschiedliche Sprache. Die Deutsche Bank sowie die US-Bank Goldman Sachs rechnen mit weiteren Goldpreisrückgängen im laufenden Jahr und andere Experten wiederum rechnen mit dem „Ende einer Korrekturphase„, nachdem der Superzyklus für Gold schon längst vorübergegangen wäre. An diesem Punkt wird wieder mit einer deutlichen Erholung des Goldpreises gerechnet.

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