Goldpreis driftet allmählich ab – Trotz zweigeteilter US-Arbeitsmarktdaten

Goldmarkt September 2015-


Gold driftet gemächlich abwärts. Die Marktteilnehmer picken sich aus den zweigeteilten US-Arbeitsmarktdaten die für sie günstigere Version heraus und bekräftigten damit ihren Glauben an eine baldige Zinswende in den USA.

Goldbarren

Gold steht einer großen Glaubensgemeinschaft für baldige Zinswende gegenüber

Der Goldpreis driftet seitlich leicht abwärts geneigt dahin

Der Goldmarkt hängt offenbar in einer Zwickmühle zwischen US-Arbeitsmarktdaten und den Zweifeln an einer Zinswende in den USA fest. Die Arbeitsmarktsituation in den Staaten im August 2015 erscheint zwar differenziert, allerdings fällt auf den Goldkurs der Druck von oben beinahe generell stärker aus als der Auftrieb durch schlechte Konjunkturdaten.

Wieder einmal eine Glaubensfrage für die Finanzmarkt-Jünger. Die im August neu geschaffenen Arbeitsplätze fielen mit ca. 171.000 Stellen deutlich geringer aus, als von den Marktpropheten angekündigt wurde. Die messerscharf kalkulierenden Analysten gingen sogar von einer gestiegenen Anzahl neuer Arbeitsplätze aus, die Realität entsprach allerdings das Gegenteil.

Dennoch sank die Arbeitslosenquote im August 2015 in den USA auf 5,1 Prozent. Diese Botschaft wird von den Glaubensanhängern einer baldigen von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) eingeleiteten Zinswende als “bestätigendes Plakat” präsentiert.

Die Marktteilnehmer sorgen regelmäßig für einknickende Goldpreise, sollten die eigentlich generell daneben liegenden Marktpropheten von den Fakten positiv überrascht worden sein. Im umgekehrten Fall fehlt offensichtlich die Energie, um dem Goldkurs ein wenig auf die Beine zu helfen.

An den Handelsplätzen in der Eurozone herrscht nach der Erklärung der Europäischen Zentralbank (EZB) noch ein wenig Katerstimmung. Der EZB-Rat beschloss die Zinsen sowie das Volumen der Anleihekäufe auf Stand zu halten. Am Festhalten an den Fast-Null- und Negativzinsen bestand ohnehin kein Zweifel, allerdings wurde die Hoffnung auf eine Erweiterung der Geldschwemme nicht erfüllt. Die nach Liquidität süchtigen Finanzmärkte setzten auf die niedrigen Inflationsrate innerhalb der Währungsgemeinschaft, aber die EZB verweigert eine Anhebung der Dosierung, noch.

Dem “soliden” Goldmarkt halfen die enttäuschten Gesichter der Papiermarkt-Teilnehmer jedoch nicht. Am Freitag gab es nach der Bekanntgabe der Arbeitslosenquote August 2015 etwas Unruhen, aber unterm Strich wurde die abwärts gerichtete Seitwärtsbewegung fortgesetzt.

Der Goldpreis startete in den finalen Wochentag mit einem Preis von knapp 1,125 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) und ging nach leichten Abschlägen mit 1.121,83 Dollar ins Wochenende.



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