Goldpreis bis Ende 2013: Tiefer Fall oder steiler Anstieg?

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Diese Tage laufen sich Schreckensmeldungen über einen einbrechenden Goldkurs bis Ende 2013 und raketenhafter Goldpreisanstieg im gleichen Zeitraum gegenseitig über den Weg. Während die einen Gold-Experten von einem Goldkurs weit unter 1.400 Dollar ausgehen, halten andere Gold-Analysten einen Jahresendstand von 1.800 Dollar für durchaus möglich.

US-Konjunktur sorgt für Goldkursanstieg, oder -abstieg, oder was?

Goldpreisentwicklung
Glaubensfrage zu den Meinungen der Goldexperten

Welchen Goldkurs-Analysten wolle man sein Gehör schenken? Für Anleger und Goldbesitzer bzw. diejenigen, die es noch werden wollen, scheinen diese Tage besonders schwierige Voraussetzungen zu bieten, um sich für einen richtigen Weg zu entscheiden. Gold abstoßen, halten oder zulegen?

Die Einschätzungen zum Goldkurs gegen Jahresende weisen derzeit eine enorme Spanne auf. Der Goldpreis wird gegen Ende bei 1.375 bis 1.800 US-Dollar pro Feinunze gesehen. Beim derzeitigen Stand von rund 1.580 Dollar pro Feinunze gelben Edelmetalls bedeutete ein gegenwärtiger Goldkauf entweder ein herber Verlust oder eben ein satter Gewinn.

Die Gold-Analysten sind sich „nicht einig“
Während sich die Analysten der Großbanken Société Générale sowie Credit Suisse darüber einig wären, dass der „schwere“ Goldpreis lediglich noch durch eine in Kürze platzenden Blase in die Höhe gehalten würde, spekulieren die Gold-Experten von Thomson Reuters GFMS mit einer noch kommenden Hausse. Die GFMS-Experten gehen lt. wallstreet-online.de (Freitag) von einem Jahresendstand von bis zu 1.800 Dollar pro Feinunze Gold aus. Die Goldspezialisten der beiden Geldhäuser Société Générale und Credit Suisse rechnen jedoch mit einem Kurssturz bis auf 1.375 Dollar.

Interessant ist der Bezug aller „Glaubens-Parteien“ zu den wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA. GFMS sieht im Wirtschaftskurs in Übersee sowie in der Erholung des weltweiten Netzwerkes die Antriebsfedern für einen starken Goldkursanstieg.

Expertise Société Générale: USA-Konjunktur hoch – Goldpreis runter
Die Analysen zum Goldpreisverfall durch die französische Großbank haken ebenfalls in die Konjunktur der USA ein und führen das starke Wachstum sowie die Eindämmung der stützenden Maßnahmen der Federal Reserve (Fed) als extrem preisdämpfend an. Folglich würden die Zinsen steigen und die Nachfrage nach Gold entsprechend abwürgen. Dazu käme eine dauerhaft niedrige Inflation des US-Dollars. Alles spräche gegen ansteigende Goldbestände der Investoren.

Expertise GFMS – Kein vorzeitiger Stopp QE3 – Goldpreis hoch
Die Experten des GFMS erkennen ebenfalls die Auswirkungen eines eingestellten Anleihenkaufprogramms der Fed (QE3), wiedersprechen jedoch die Folge eines fallenden Goldkurses. Es wäre unwahrscheinlich, das Konjunkturprogramm QE3 der Fed noch vor Mitte 2014 substanziell verringert werde. Dies würde sich auf den Goldpreis positiv auswirken. Zusätzlich würden die neuesten Entwicklungen in Europa auf den Goldpreis stützende Auswirkungen haben. Das Potenzial für einen weiteren Goldkurs antreibenden „Schock“ nach Zypern wäre hoch. Niedrige Zinsen und die Angst vor einer aufkommenden Inflation würden ebenfalls einen Beitrag für einen steigenden Goldpreis leisten.

Was auch immer passiert – Schuldenberg bleibt

Man kann sich die Expertise herauspicken, die am genehmsten erscheint. Ob nun die Konjunkturen in den USA oder in Europa fallen oder steigen, die Inflationen zurück gehen oder zumindest stabil bleiben und unabhängig davon, ob die Notenbanken EZB und Fed die Geldschwemmen einstellen, es ändert nichts an den nach wie vor „überirdisch“ hohen Schuldenberg aller Industrienationen, deren kippenden Banken und das Fehlen jeglicher Lösungsansätze. Es wird auch keine Lösung für das Schuldenproblem geben, dafür müsste das Geldsystem, so wie es heute organisiert ist, schlicht beendet werden. Alle Maßnahmen dienen der Verzögerung, um die Umverteilung noch so weit fortsetzen zu können, wie nur irgendwie möglich.

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