Goldpreis Abrutsch: Neuer Erklärungsansatz ist starker US-Dollar

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Der Goldpreis schlittert weiter ab. Reaktionen aufgrund neuer Krisen-Situationen erfolgen nach unten viel ausgeprägter als die Ausschläge nach oben. Am Mittwoch kratzte der Goldkurs bereits die 3-Monats-Talsohle bei 1.250 Dollar an.

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Goldpreis unter starkem Druck. Nun steht der starke US-Dollar unter Verdacht

Die Goldpreisentwicklung verlangt nach einer Erklärung – Schwierig

Mühselig wäre es, die „psychologisch wichtigen“ Grenzwerte beim Goldpreis immer weiter nach unten zu korrigieren. Der Goldkurs verhält sich seit Wochen ohnehin atypisch und einleuchtende Erklärungen für dieses Verhalten werden sehnlichst vermisst.

Der Goldmarkt ist gegen die Ereignisse und Krisen nicht vollständig immun geworden, doch scheinen die Ausschläge ein wenig einseitig nach unten sehr ausgeprägt zu sein. Vermeintliche Zuspitzungen von Krisen vermögen dem Goldkurs nur einen leichten Auftrieb zu verleihen. Entspannungen ziehen dem gelben Edelmetall dagegen den Boden unter den Füßen weg.

So trug zum Goldkursabrutsch auch der in der Ukraine ausgerufene Waffenstillstand kräftig bei, während die Alarmierung Kiews über die vermeintliche „Invasion russischer Truppen“ beim Goldpreis lediglich eine „Unregelmäßigkeit“ nach oben zur Folge hatte.

Der zum Wochenbeginn eingeleitete Abwärtsgang fand bis zum Mittwoch eine Fortsetzung. Die letzte „psychologisch wichtige“ Unterstützungsgrenze bei 1.260 Dollar wurde mit einem Tagestief von rund 1.251 Dollar pro Feinunze (31,1) deutlich unterschritten. Nun gilt es, den Goldpreis möglichst über der Marke von 1.243 Dollar zu halten, ansonsten steigen wiederholt die Motivation zum Abverkauf und somit auch der ohnehin schon große Druck von oben.

Einen aktuellen Ansatzpunkt für die Erklärungen zur gegenwärtigen Goldpreisentwicklung bietet der US-Dollar. Die Weltleitwährung gewinnt an Stärke und zieht somit das Interesse zahlreicher Investoren und Spekulanten auf den Devisenmarkt.

Der Blick der Goldmarkt-Teilnehmer ist auch gen Brüssel gerichtet. Das Absegnen neuer Sanktionspakete gegen Russland vermochte den Goldpreis in keiner Weise auf die Beine zu helfen. Im Gegenteil. Die Vertreter der EU-Länder beschlossen ein Strafpaket auf Abruf und warten mit dessen Einsatz auf die weiteren Entwicklungen in der Ukraine ab. Das große Potenzial liegt in der endgültigen Absage der Sanktionen, jedoch für einen weiteren Goldpreis-Schub nach unten.



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