Goldmarkt: Weg von ETF und hin zu Münzen & Barren

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Im Goldmarkt zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Investoren scheinen zu verstehen, dass bereits die kleinste Goldmünze einen größeren Wert besitzen kann, als der größte Nominalwert auf einem Stück Papier. Weg vom Gold-ETF, hin zu physischen Gold.

„Echtes Gold“ verliert nie seinen Glanz

Goldanlage
Massive Nachfrage im ersten Quartal 2013

Die Zahlen sprechen für sich. Im ersten Quartal 2013 sank die weltweite Nachfrage lt. World Gold Council (WGC) nach Gold um 13%. Oberflächlich betrachtet erschiene es, als wenn das gelbe Edelmetall an Attraktivität verloren hätte und die Anleger weniger Interesse an einen vermeintlichen sicheren Hafen zeigten. Tatsächlich scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Weg vom Papier-Gold und hin zum physischem Gold.

Die Nachfrage nach physischem Gold in Form von Münzen und Barren ist alleine in China im gleichen Zeitraum auf 109,5 Tonnen angestiegen, insgesamt sogar auf 294 Tonnen (+20%). Der Quartals-Durchschnitt der letzten fünf Jahre für Münz- und Barrenkäufe betrug 43,8 Tonnen. Auch die Zentralbanken erhöhten ihre Goldbestände im ersten Quartal 2013 um 109,2 Tonnen, bezogen auf Netto-Einkäufe bereits das neunte Quartal in Folge, bzw. das siebte Quartal in dem die 100 Tonnen-Marke überschritten wurde.

Eine völlig entgegengesetzte Richtung innerhalb der ersten drei Monate war beim Papier-Gold zu beobachten. Die Abflüsse von Gold-ETFs betrugen insgesamt 176,9 Tonnen. Das entsprach einem Rückgang um 7% im Bezug auf sämtliche Gold-ETF Bestände.

Die Goldkäufer in Indien blieben dem Markt in China nicht zurück. Im Q1 2013 stieg die Nachfrage im Subkontinent gegenüber dem Vorjahresquartal um 27% an und erreichte ein Goldvolumen in Höhe von 257 Tonnen.

Gunst der Stunde oder anhaltender Trend?

Es scheint als ob dem Lieferversprechen der Gold-ETFs weniger Vertrauen geschenkt würde. Papiergold ist mehr eine Domäne der Großinvestoren und diese waren es, die mit dem massiven Abfluss ihrer Bestände für den enormen Kursabrutsch Mitte April sorgten. Wie sich herausstellte, ggfs. sogar mit „indirekter Ansage“ durch den Großinvestor George Soros.

Abgesehen von der seit Jahren anhaltenden eifrigen Kauflaune der Notenbanken, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen, ob die überwiegend bei Kleinanlegern angestiegene Nachfrage nach physischem Gold ein Resultat aus der „Gunst der Stunde“ gewesen ist, oder der Trend unbeirrt fortgesetzt wird. Der derzeit relativ niedrige Goldpreis ließe die Vermutung zu, dass die Händler nach wie vor auf lange Wartelisten zurück greifen müssen.

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Bild: tarifometer24.com

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