Goldmarkt vorerst ruhig – Neue Ausrichtung und Prognosen

Goldmarkt Juni 2016-


Am Montag herrschte an den Goldmärkten vorerst Ruhe. Der Goldpreis rührte sich kaum von der Stelle. Das Potenzial für einen weiteren Goldpreisauftrieb ist nach wie vor groß und Goldman Sachs fand Zeit für eine neue Prognose-Ausrichtung.

Die Karten werden neu gemischt aus ausgegeben

Goldanlage
Goldkurs derzeit in der Warteschleife

Der Goldmarkt scheint sich nach der Volksabstimmung in Großbritannien und dem Pro-Brexit vorerst wieder beruhigt zu haben. Am Montag wechselte der Goldpreis zwischen unspektakulären Auf- und Abwärtsbewegungen hin und her. Die Luft ist allerdings noch nicht abgelassen. Das ständige Brodeln in der Eurozone dringt zwischenzeitlich an die Oberfläche und der „Goldmarkt-Prophet“ Goldman Sachs sah sich genötigt, die bisherigen Weissagungen zum künftigen Goldpreis der Realität anzupassen.

Kurz vor dem Wochenende, nach der Bekanntgabe des doch sehr überraschenden Ausgangs der Brexit-Abstimmung ging an den Märkten drunter und drüber, am Goldmarkt allerdings klar und steil aufwärts.

Der Montag verlief für die Goldmarktteilnehmer dagegen sehr ruhig. In der früh startete Gold bei einem Preis von rund 1.324 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) und ging bei 1.325 Dollar aus dem Handelstag.

Nach wie vor steckt im Goldmarkt ein sehr großes Potenzial. Griechenlands Bankenlandschaft liegt unverändert im Koma und nun können die „Euro-Kraten“ den miserablen Zustand der italienischen Kreditinstituten nicht mehr länger unter „Verschluss halten“. Milliarden-Zuschüsse seien notwendig, damit die Geldhäuser noch für eine Weile in der annähernd senkrechten Lage verweilen können. Vorerst will die italienische Regierung mit dem Einsatz von Steuergeldern zur Hilfe eilen. Die Einrichtung eines gemeinsamen „europäischen Sicherungsfonds“ für den Einbezug aller EU-Steuerzahler ist bereits in der Entstehung.

Neue Vorlagen nötigen zu Änderung der Spielregeln

Die US-Investmentbank Goldman Sachs zeigte sich stets sehr selbstbewusst, wenn es um die Einschätzung des künftigen Goldpreises ging. In mehreren Stufen setzten die „Goldmänner“ den kommenden Preis immer weiter nach unten. Nun wurde aber aus der ehemaligen Zukunft bereits die Gegenwart und die Lage sieht völlig anders aus als „erwartet“.

Vermutlich dürften auch die Goldman-Analysten von der Entscheidung der britischen Bürger zum Thema Brexit überrascht worden sein. Da waren die tatsächlichen Zustände der US-Wirtschaft schon sehr viel leichter zu erkennen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) räumte in ihren letzten Statements bereits ein, dass es mit der Konjunktur im Lande doch nicht so rosig bestellt sei, wie man es vorher gesehen (gewünscht) habe. Dies wird eine weitere Anhebung der Zinsen hinauszögern. Damit erhält der US-Dollar „potenziell“ Abwärts- und Gold folgerichtig Aufwärtsdruck.

Brexit, aufbrodelnde Eurokrise und eine lahmende US-Konjunktur mit Ausbleiben von Zinsanhebungen. Zu viel Gegenwind für die Goldman-Propheten, um an den bisherigen Prognosen festhalten zu können. Die ursprünglich eingeschätzten Goldpreise setzte Goldman Sachs um jeweils 100 US-Dollar nach oben. Somit stehen für jede Feinunze Gold derzeit 1.300 USD in 3 Monaten, 1.280 USD in 6 Monaten und 1.250 USD in 12 Monaten in Aussicht.

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