Goldmarkt: Nach erneutem Wochenverlust folgt depressive Stimmung

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Der Goldpreis startet in die neue Handelswoche sichtlich unter der Last abgewandter Optimisten. Die Gerüchte und Vorstellungen baldiger Zinserhebungen scheinen in jede Ritze des Goldmarkts vorgedrungen zu sein. Es herrscht „depressive“ Stimmung.

Goldkurs Verfall

Im Goldmarkt überwiegt der Glaube dem Wissen. Großspekulanten machen vor was Pessimismus ist.

Kleinspekulanten gaben sich völlig unbeirrt und legten zu

Dem Goldkurs wird mit den abkehrenden Optimisten eine weitere „minderwertige“ Eisenkugel angehängt. Der Ausklang der vergangenen Handelswoche war mit schlechten Nachrichten begleitet und dies beschwerte den Goldmarkt um weitere Zentnerlasten.

Am Freitagabend brachte der Commitments of Traders-Report (CFTC) die dunklen Zahlen auf den Tisch. Die Anzahl der Optimisten unter den Gold-Spekulanten hat sich ein weiteres Mal deutlich dezimiert. Demnach schrumpften die kumulierten Netto-Long-Positionen (optimistische Erwartungen) zum fünften Mal in Folge. In der Woche zum 16. September knickte die Anzahl von 97.955 auf 76.243 Kontrakte ein. Ein Minus um 22,2 Prozent.

Die Schere zwischen den Großspekulanten und den kleinen Gold-Spekulanten ging hinsichtlich der Gold-Futures jedoch weit auseinander. Während die großen Spekulanten ihre Netto-Long-Positionen um -24,1 Prozent von 95.141 auf 72.187 Futures reduzierten, langten die Kleinspekulanten dafür kräftiger zu und stockten ihre Futures von 2.814 auf 4.056 Futures auf. Ein Plus um 44.1 Prozent.

Der erneute Wochenverlust um 1,2 Prozent konnte auch nicht durch den sichtbar wiederbelebten Goldhandel in Fernost verhindert werden. An der Shanghai Gold Exchange kletterte der durchschnittliche tägliche Goldumsatz von 13,268 auf 20,363 Tonnen, immerhin ein Zuschlag um 53,5 Prozent.

Die „depressive“ Stimmung im Goldmarkt wird nach wie vor von den Visionen „baldiger Zinsanhebungen“ durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) verursacht. Ein Phantom, aber von den Spekulanten offenbar als sehr real empfunden, denn die Fed „redet viel, sagt aber nichts“ über die Anhebung der Leitzinsen in den USA.

In den ersten Stunden der neuen Handelswoche setzte der Goldkurs seinen Weg bei rund 1.217 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) fort und wartet wahrscheinlich nur darauf, bis die Händler in der „Neuen Welt“ ebenfalls aktiv werden.



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