Goldkurs setzt Talfahrt unvermindert fort – Erklärungsnot

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Unverrückter Dinge stürzte der Goldkurs am Montag ein weiteres Mal nach unten und übertraf dabei den Einbruch vom vergangenen Freitag. Neben der Ratlosigkeit über die Gründe paaren sich die Theorien von bewußter Goldpreis-Manipulation und unvergänglichem Optimismus.

Goldpreis weiter massiv auf Talfahrt

Goldpreisverfall
Wie tief wird der Goldpreis noch fallen?

Gold und Silber setzen ihre Talfahrt unvermindert fort. Mit jedem neuen Schritt nach unten rutscht auch der vergleichbare bisherige Tiefstand, bevor der fulminante Aufstieg mit dem vorläufigen Höhepunkt im September 2011 erreicht wurde, weiter in die Vergangenheit zurück. Der neue vorläufige Tagestiefstand in Höhe von 1.428 US-Dollar pro Feinunze (rund 31 Gramm) wurde entsprechend bereits vor rund zwei Jahren das letzte Mal notiert. Silber wurde mit knapp über 24 Dollar gehandelt.

Am Freitag wurde der Goldpreis um rund 5% nach unten versetzt und der Montag könnte mit einem Abschlag von rund 6% sogar noch einen größeren Verlust servieren. Die Abwärtsbewegung ist jedoch nicht nur auf die edlen Metalle Gold und Silber beschränkt, sondern nimmt den Rohstoff-Sektor in Beschlag und betrifft neben Platin und Öl ebenfalls Palladium.

Die Erklärungssuche für das eigentlich „sehr seltsame“ Verhalten zum Goldpreis konzentriert sich u.a. auf den womöglich bevorstehenden Goldverkauf aus den Lagerstätten der zyprischen Notenbank. Immerhin stünden rund 400 Millionen Euro (tendenz fallend) bzw. 13,9 Tonnen Gold zur Debatte, von denen knapp 10 Tonnen an den Markt gebracht werden könnten. Rein quantitativ sollte jedoch die gegenüber dem Weltmarkt sehr geringe Menge eigentlich nicht für einen derartigen Goldpreisverfall veranwortlich sein, jedoch könnte die Qualität des „erzwungenen“ Goldverkaufs eine gewichtige Rolle spielen. Sollte Zyperns Goldverkauf ein fester Bestandteil für Rettungsprogramme werden, hätten die Zentralbanken anderer Euro-Länder ein unvergleichbare höheres Volumen zu veräußern.

Der Theorie der Verunsicherung in Gold würde jedoch die nach wie vor sehr lockere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (FED), der Europäischen Zentralbank (EZB) und neuerdings auch die aggressive Geldflut der japanischen Notenbank entgegenstehen. Alles Indizien für eine potenziell ansteigende Inflation, die die Anleger bisher regelmäßig in die „Gold-Arme“ getrieben hatte.

Allemahl auffällig soll die am letzten Freitag vorgenommene Marktflutung durch Gold-Futures gewesen sein. An einem einzigen Tag wäre gehandeltes Papier-Gold im Wert von 24 Milliarden Euro bzw. mit einem Äquvivalent-Gewicht von 500 Tonnen verkauft worden. Im Verdacht stünde die FED, um den Goldpreis massiv drücken und den Eindruck eines „bearishen“ Marktes provozieren zu wollen.

Hedgefonds-Manager John Paulson erklärte jedoch Bloomberg, dass der jüngste Goldpreis-Rückgang die Langzeit-Prognose nicht beeinflusste und dennoch von einem erneuten Anstieg des Goldpreises ausgegangen werde.

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