Goldkurs-Absturz: Hatte Soros goldene Nase oder 7. Sinn?

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Manche Menschen haben einfach mehr Glück, die anderen kommen über die Runden, wenn die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt eintreffen. Zumindest zeigte Soros, dass er hervorragende Qualitäten zum „Hans im Glück“ zeigte.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

Goldgewinner
Verlierer und Gewinner sind untrennbar

Der Milliardär, Gründer und Vorsitzender von Soros Fund Management sowie „erklärter Börsen-Guru“ George Soros hatte entweder eine „gute Nase“, sehr viel Instinkt, oder einfach mehr Informationen als die meisten anderen Inhaber von auf Gold basierte Werte.

Nur wenige Tage vor dem historischen Sturz des Goldkurses Mitte April erklärte Soros am 04. April in einem Interview mit South China Morning Post (SCMP) in Hongkong, dass Gold bei den Anlegern den Status als „sicherer Hafen“ verlor und insgesamt enttäuschte. Den seit Jahresanfang beständigen Abwärtstrend des Goldpreises erklärte Soros u.a. durch den Verkauf größerer Goldmengen durch die Menschen. Wenn die Leute dazu gezwungen sind, etwas zu verkaufen, dann ist es eben Gold, so der Großinvestor.

Dennoch erklärte Soros, dass er nicht mit einem Abfallen des Goldkurses rechnete, da die Zentralbanken nach wie vor ihre Goldbestände aufstockten.

Aufzeichnungen des SPDR Gold Trust zum Soros Fund Management zeigen jedoch, dass Soros zwischen dem 31. Dezember 2012 bis zum 31. März 2013 seinen Aktienbestand von 600.000 auf 530.900 reduzierte. Die Anteile werden nun auf eine Summe in Höhe von 82 Millionen Dollar geschätzt.

Offenbar gehörte Soros auch zu den „enttäuschten Anleger“, die u.a. dazu „gezwungen“ waren, ihre Goldbestände zu verkaufen. Denn lediglich rund eine Woche nach dem Interview rutschte Gold so weit ab, wie es seit 30 Jahren nicht vorgekommen ist. Der Gold-Preis notierte zeitweise bei 1.339 Dollar pro Unze.

Der Großinvestor ist offensichtlich auf Goldminen umgeschwenkt. Lt. dem US-Sender CNBC (Donnerstag) erhöhte Soros zwischen Dezember und März die Anteile von börsengehandelter Indexfonds. Nachdem er seine Wetten von 1,5 auf 2,66 Millionen Dollar anhob, ist der gehaltene Wert inzwischen auf über 100 Millionen Dollar angestiegen.


Die Käufer physischen Goldes lassen nicht locker
Marcus Grubb, Geschäftsführer Investment World Gold Council, erklärte lt. CNBC, dass der Preissturz im April von „nicht-physischem“ Gold ausgelöst wurde, aber als ein Katalysator für den Kauf von physischem Gold wirkte. Zahlreiche Einzelhändler und Prägestätten hatten teils lange Wartelisten für Lieferungen. Nach wie vor machen der Verkauf von Münzen und Barren, Schmuck sowie der Verbrauch in der Technologie-Branche 81% des gesamten Marktes aus, so Grubb.

Diese Zahlen zeigten, dass der Goldmarkt in seiner Basis sogar nach den Ereignissen im April noch immer sehr robust ist, so der Geschäftsführer. In Indien und China herrsche eine anwachsende Nachfrage vor. Die Zentralbanken setzten ihren Kurs fort, die Währungsreserven durch den Kauf von Anlageprodukten wie Münzen und Goldbarren aufzustocken.

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