Gold wird dem „sicherer Hafen“ nicht gerecht – Seltsame Verweigerungen

Goldmarkt August 2015-


Gold wird wieder einmal seiner nachgesagten Eigenschaft eines „sicheren Hafens“ nicht gerecht. Steigende virtuelle Handelswerte drücken den Goldpreis. Der umgekehrte Weg wird von Gold offenbar verweigert. Die Börsen rund um den Globus stürzten in die Tiefe und der Preis des gelben Edelmetalls folgte in die gleiche Richtung.

Goldbarren

Seltsames Spiel um den Goldpreis – Finanzmärkte bieten offenbar nur eine Einbahnstraße

Der Goldpreis folgt offenbar nur den Regeln für Abwärtsrichtung

Steigen die Aktienwerte, erhöht das den Druck auf den Goldpreis. Gewinnt der US-Dollar an Stärke, leidet Gold ebenfalls. Tritt eines der beiden Ereignisse ein, oder womöglich in Kombination, resultiert das regelmäßig in einem durchaus ausgeprägten Goldpreisrückgang. Die Investoren sehen ihre höhere Renditechancen an den Papier- und Devisenmärkten. Der umgekehrte Weg erscheint jedoch versperrt, oder zumindest stark eingeschränkt.

Die mehrmals eingebrochenen Börsen in Fernost, die dreifache Abwertung der chinesischen Währung Yuan durch Chinas Notenbank und die Kurseinbrüche an europäischen Handelsplätzen brachten den Goldpreis immerhin aus der Versenkung von unter 1.100 US-Dollar hervor und ließen den Preis auf bis gut 1.160 Dollar hochschnellen. Am Montag erwischte es auch die Wall Street. Eine Verkaufswelle setzte ein, die Kurse fielen steil ab. Zur großen Überraschung: Der Goldpreis driftete in die Minuszone, anstatt das „eigentlich Erwartete“, einen Kurssprung nach oben zu vollziehen.

Am Montagnachmittag markierte der Goldkurs um rund 16:30 Uhr einen Preis von knapp 1.169 US-Dollar. Offenbar hatten die steilen Kursrückgänge an der wichtigen US-Börse keinerlei antreibenden Auswirkungen auf den Goldpreis. Im Gegenteil. Gold driftete lediglich seitwärts mit einem leichten Hang nach unten. Zum Handelsschluss markierte Gold einen Preis von 1.155,59 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm). Der markante Kursrückgang des US-Dollars scheint vom Goldmarkt völlig unbemerkt geblieben zu sein.

Die „Panik an den Börsen“ und der „drohende Kollaps“ an den Finanzmärkten ist in aller Munde, doch die eigentlich typische Flüchtlingswelle in den „Werte-Erhalter“ Gold blieb scheinbar aus. Das ist u.a. deshalb besonders bemerkenswert, da sich die Zurückhaltung an Chinas Goldmärkten inzwischen drehte und in eine Kaufwelle mündete. „Fehlende Liquidität“ nach den ersten Börsen-Niedergängen soll die Goldhändler von ihrer gewohnten Aktivität abgehalten haben. Es folgten weitere Börsen-Crashs in Fernost und nun ist die Liquidität auf „wundersame Weise“ angestiegen?

An den US-Börsen zeichnet sich inzwischen ein weiterer Kursverfall ab. Der Dienstag wird sehr spannend bleiben und den Goldpreis voraussichtlich noch mehr „in Vorspannung nehmen“. Sollte sich ein handfester Absturz der Finanzmärkte manifestieren, stößt der vor dem Goldpreis aufgebaute künstliche Staudamm sehr schnell an seine Grenzen.



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