Gold- & Silberkurse im Mai 2013 auf glattem Untergrund

Gold- Silbermarkt-


Den Gold- und Silber-Anlegern werden die Pfingsttage 2013 in „schwarzer“ Erinnerung bleiben. Hand in Hand rutschten das gelbe und weiße Edelmetall die Kursleiter hinunter. Der Silberpreis erreichte ein gutes 2-Jahres-Tief und der Goldkurs setzte sich unter 1.350,- Dollar pro Feinunze fest.

Die Edelmetallpreise scheinen derzeit keine Orientierung zu haben

Silbermünzen
Gold- & Silberkurs auf rutschigem Untergrund

Der „große Bruder Gold“ lebt es vor und der „junge Spross Silber“ folgt brav und artig. Der Goldpreis scheint nach dem steilen Absturz Mitte April noch immer keine eindeutige Orientierung gefunden zu haben. Das mühsame Emporsteigen der Kurs-Leiter in den folgenden Wochen fand bereits sein jähes Ende. Der Preis für eine Feinunze Gold (ca. 31 Gramm) durchbrach wiederum die 1.400,- Dollar-Marke und erreichte am Pfingstmontag zeitweise nur noch gut 1.349,- Dollar.

Silber schlug mit dem Crash im vergangenen Monat die gleiche Richtung ein und setzte am Pfingstmontag noch einen drauf. Der Silberkurs rutschte an einem Tag um knapp 6 Prozent gen Tal und erreichte mit dem Kurs von 20,90 Dollar pro Feinunze einen Tiefstand seit Anfang Oktober 2010.

Während (physisches) Gold in Form von Schmuck, Münzen und Barren in erster Linie als Wertbewahrer und Krisenschützer gilt, ist Silber stark von den konjunkturellen Entwicklungen der Weltwirtschaft abhängig. Das „weiße Edelmetall“ ist u.a. ein stark genutztes „Verbrauchsmaterial“ in der Industrie. Auf der einen Seite zählen Inflationsangst, auf der anderen Seite die Nachfrage aus der Produktion als grobe Anhaltspunkte, um die Entwicklung der beiden Edelmetallkurse abschätzen zu können.

Doch offensichtlich herrscht bei Edelmetall-Experten große Ratlosigkeit. Die derzeitigen Entwicklungen bei Gold und Silber wären „völlig irrational“, so Gold- und Silber-Experte Thorsten Schulte zur welt.de (Montag). Der Kurs von Silber ließe sich überhaupt nicht mit den derzeitigen Entwicklungen Berichten zur weltweiten Konjunktur erklären, die sich offenbar stabilisieren soll.

Augenscheinlich ins Bild passte jedoch die derzeit niedrige Inflation im Euroraum. In Deutschland meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) für den April 2013 eine Teuerungsrate von nur 1,2%. In einigen Euro-Mitgliedsstaaten wären die Preise für Verbraucher sogar rückläufig. Die USA meldete einen Verbrauchpreisanstieg für den gleichen Zeitraum um 1,1% und in China erhöhten sich die Preise um lediglich 2,1%.

„Gute Nachrichten“ zur Weltkonjunktur können stets relativ betrachtet werden. Ausgerechnet das riesige „Land der Mitte“, mit dem großen Appetit nach Rohstoffen, weist nur noch ein abgeschwächtes Wachstum vor mit der entsprechend geringeren Nachfrage nach Silber. Die US-Wirtschaft zeigt wenigstens im Ansatz in die richtige Richtung, aber die Zuwachsraten lagen unter den Erwartungen so mancher Analysten. Von einem Konjunktur-Aufschwung in Europa wagt derzeit niemand zu sprechen. Eigentlich eine ganze Kette von Indikatoren, die den Silberpreis gehörig unter Druck setzen müssen.

Die Gold- und Silber-Hausse der letzten Jahre scheint endgültig gebrochen. Dies betrifft vor allem das Interesse der gewerblichen Anleger. Ungebrochen jedoch ist der „Kaufrausch“ der Privatleute und Kleinanleger. Bei Goldbarren und -münzen greifen sie noch immer sehr beherzt zu.

  Goldanbieter

Bild: tarifometer24.com

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