Girokonto bei Deutschen als vermeintliche Top-Sparanlage

Geldanlagen –


Vermeintliche Gelassenheit oder doch das große Bedürfnis nach Sicherheit? Wäre ein Girokonto eine Sparanlage, würde dieses bei den Sparern das Top-Sparkonto darstellen.

Girokonto

Deutsche Sparer lassen Inflation am Sparvermögen ungeniert nagen

Girokonto als vermeintliche Sparanlage auf Top-Position

Mit dem Begriff „Geld sparen“ war über Jahrzehnte neben Geld beiseite legen immer auch ein Vermögenszuwachs anhand von Zinsgutschriften verbunden. Doch mit den Zinsen ist es spätestens seit der Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbei. Den Entwicklungen zum Trotz hält der durchschnittliche deutsche Sparer jedoch an seiner herkömmlichen Sparform fest. Dabei geht der Anleger derart pragmatisch vor, dass der Begriff „Geld sparen“ bereits mit dem Belassen von Guthaben auf dem normalen Girokonto in Verbindung gebracht wird.

Die Quote der Sparwilligen ist gemäß einer aktuellen Umfrage der Norisbank mit 73 Prozent noch immer sehr hoch. Wer nach sämtlichen Ausgaben vom Einkommen noch etwas übrig hat, möchte auch etwas Geld zurücklegen. Bei rund einem Drittel ist die Schaffung einer Rücklage sogar langfristig orientiert, wie z.B. für die künftige Altersversorgung oder in Form eines Bausparvertrages.

Sicherheit steht ganz oben

Das angelegte Geld solle sich in sicheren Gefilden befinden. Diese Einstellung bevorzugen nicht nur die älteren Generationen, sondern auch die jüngeren. Sogar das herkömmliche Sparbuch steht noch bei 25,4 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an erster Stelle. Lediglich 16,7 Prozent in dieser Altersgruppe setzt auch auf Aktien und Fonds. Diese Anlagenklasse nimmt allerdings über sämtliche Altersgruppen hinweg gesehen mit einem Anteil von 16,9 Prozent den größten Teil ein. Das Sparbuch liegt mit 14,6 Prozent allerdings schon an zweiter Stelle, gefolgt von Tagesgeld mit 12,1 Prozent. Insgeheimer Top-Favorit, sofern dies eine Sparanlage darstellte, ist jedoch das gewöhnliche Girokonto. 17,9 Prozent lassen ihr Geld dort einfach liegen.

Zinsen werden erst zum St. Nimmerleinstag steigen

Die Tage, in denen spekulative Geldanlagen im Bundesgebiet ein kümmerliches Dasein fristen, scheinen gezählt. Die Forderungen nach börsenlastige Altersversorgungen werden immer lauter. Ein Verfechter der Idee von Aktien-Sparen ist u.a. der Berufs-Lobbyist und CDU-Politiker Friedrich Merz. Seine Kandidatur als nächster CDU-Vorsitzender scheint inzwischen gesichert und damit auch automatisch als Spitzenkandidat für die Nachfolgerschaft der Noch-Kanzlerin Angela Merkel. Die Weichen im Sinne des Interessensvertreters des weltgrößten Fondsverwalters BlackRock sind wohl schon gestellt.

Auf eine Anhebung der Zinsen können Sparer voraussichtlich bis zum Sankt Nimmerleinstag warten. Den Unkenrufen, die EZB nimmt den Sparern das Geld weg, zum Trotz werden die Zinsen eher noch ins Negative abrutschen (müssen). Da es sich gegenwärtig noch um den Erhalt des Geld- und Finanzsystems handelt, bleibt der EZB (wie auch der Fed) gar nichts anderes übrig, als die Kosten für Geld noch weiter zu drücken. Die rein logischen Folgen des Geldschöpfungs- und Zinssystems lassen gar nichts anderes zu.

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