Gesäte Unzufriedenheit durch Statistiken zum Reichtum

Vermögenszuwächse-


Beinahe mühselig ist es, die Vermögen aller Bundesbürger mit dem Hab & Gut anderer Länder zu vergleichen. Ganz besonders wenn es sich nicht um Durchschnittswerte sondern um Mittelwerte handelt. Man sollte sich von den aufgezeigten scheinbaren Missständen nicht davon ablenken lassen, zuerst die Verhältnisse im eigenen Land zu betrachten. Eine erzeugte Unzufriedenheit sollte wenn schon die richtige Richtung erhalten. Die Veränderung der persönlichen Lebenslage beginnt ohnehin vor der eigenen Türe.

Vermögensbildung

„Die Anderen haben mehr als ich“ – Erzeugte Unzufriedenheit bremst Motivation für Veränderungen aus

Wer über 100.000,- Euro besitzt hebt jetzt die Hand

Besitzen Sie mehr als 154.900,- Euro Gesamtvermögen oder befindet sich der Wert Ihres Hab & Guts unterhalb dieser Marke?

Wer nach dem Zusammenzählen seines Vermögens keine 150.000,- Euro erreicht, braucht sich nicht sonderlich zu ärgern. Es handelt sich um einen Mittelwert, nicht um den Durchschnittswert. „Ärmere“ Bürger befinden sich somit in einer sehr großen Gesellschaft. Wie sieht es mit der Vermögensbildung der letzten 13 Jahre aus? Besitzen Sie heute das Doppelte wie noch im Jahr 2000? Im „statistischen Idealfall“ müsste das Vermögen innerhalb der letzten 13 Jahre um rund 57.000,- Euro angewachsen sein. Doch für einen Großteil der Bundesbürger dürfte eher die Versorgung in der Zukunft die Sorge sein, statt eine vernünftige Bleibe für das ganze viele Geld zu finden.

Für die Mitmenschen mit einem größeren Vermögen als der für Deutschland berechnete Mittelwert könnte die Freude bereits mit dem Blick auf die Nachbarländer eingetrübt werden. Belgier und Italiener „haben“ mehr.

Im April 2013 sorgte die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Veröffentlichung der Vermögensverhältnisse in der Euro-Zone für großes Aufsehen. Der Aufschrei der Bürger wäre jedoch mit dem Verzicht mancher Medien, die Interpretation der Zahlen einem massiven Dehnungstest zu unterziehen, nicht so heftig ausgefallen. Der Tenor lautete in Etwa: „Das arme Deutschland bezahlt die Rettung der reichen Krisenländer“. Das Timing mit der brodelnden Zypern-Krise war perfekt. Es wurde sogar gemunkelt, die EZB hätte die Veröffentlichung des Reichtumberichts abgewartet, bis die Maßnahmen für die Zypernrettung unter Dach und Fach gewesen seinen.

Die Kanzlerin nahm sich der Sache an und überzeugte nicht vollständig

Das Gezerre um Arm und Reich innerhalb der Euro-Zone setzte sich bis in das Regierungszentrum Berlins fort und drohte die für die Euro-Rettung notwendige Ruhe für Bundeskanzlerin Angela Merkel ernsthaft zu stören. Die Regierungs-Chefin schaltete sich zum Thema Vermögensaufteilung persönlich ein und verwies die EZB-Zahlen auf ihre pragmatische Art in das Reich der missverständlichen Statistiken. Die Darstellung, Deutsche Haushalte besäßen 51.400,- Euro und die Haushalte Zyperns 266.900,- Euro, sei verzerrt. Die deutschen Bürger seien in Wirklichkeit reicher, da u.a. die hohen Ansprüche der Rentenzahlungen in die Berechnungen der EZB nicht mit einflossen. Dass die Rentenzahlungen in 10, 20 oder 30 Jahren bestenfalls als nicht sichergestellte Versprechen eingestuft werden können, scheint irrelevant zu sein.

IW Köln brachte mit neuer Berechnungsbasis Ruhe in die Tumulte ein

Ende Juli nahm sich das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) den Seelenschmerz der Deutschen an und ließ das Licht der Erkenntnis von einer anderen Richtung scheinen. Die Feststellung des Mittelwertes, bzw. der sog. Medianwert, wurde kurzerhand als ein ungeeigneter Weg erklärt, dem Bürger seinen Reichtum zu erklären. Man müsse punktierter vorgehen und das Vermögen jedes Einzelnen nach dem „lokalen Pro-Kopf-BIP“ berechnen. Das Ergebnis: Die Deutschen seien reicher geworden. Die Aussage steht zwar nicht im Gegensatz zur EZB-Darstellung, aber sie wirkt wie Balsam. Die Gemüter sind beruhigt, Ziel erreicht.

Privatvermögen wurde seit dem Jahr 2000 verdoppelt

Eine aktuelle Studie der Schweizer Großbank Credit Suisse ergab ein weltweites Privatvermögen mit einem Gegenwert von 241 Billionen Dollar, rund 178 Billionen Euro. Vor rund 13 Jahren hatten die Privatpersonen nur die Hälfte in der Tasche. Alleine im Zeitraum zwischen Mitte 2012 und Mitte 2013 habe sich lt. Bericht der F.A.Z. (Mittwoch) das Vermögen privater Personen um 4,9 Prozent erhöht.

Die Deutschen seien keinesfalls zu kurz gekommen. Der Zuwachs von Privatvermögen seit 2012 weise den dritthöchsten Wert auf. Noch höhere Vermögenszuwächse seien in den USA sowie in Frankreich festgestellt worden. Doch die „Reichsten unter den Reichen“, die Schweizer, trohnen nach wie vor ungefährdet an der Weltspitze. Jeder Erwachsene besitzt lt. Credit Suisse ein Vermögen von 513.000,- Dollar, danach die Australier (403.000 Dollar), die Norweger (380.000 Dollar) und Luxemburg (315.000 Dollar). Bevor Deutschland in der Hitliste der reichen Landesbewohner auftaucht, drängen sich noch die USA, Frankreich, Schweden, Belgien, Singapur und Dänemark dazwischen. Für die Bundesbürger steht der Mittelwert von 154,900 Dollar pro Erwachsenen.

Als Kleinsparer und „Nicht-Reicher“ der stetige Zaungast bleiben?

Das Vermögen der deutschen Haushalte ist überwiegend in Sparguthaben, Bargeld, Versicherungsansprüche (Versprechen?) und Aktien aufgeteilt. Glücklich kann sich der Zeitgenosse schätzen, der eine vollständig abbezahlte Immobilie besitzt. Doch der Mittelwert, welcher nicht dem durchschnittlichen Wert entspricht, täuscht leicht über die Vermögensaufteilung innerhalb Deutschlands hinweg. Die Hälfte des gesamten Privatvermögens wird von rund 10 Prozent der Bundesbürger gehalten. Die festgestellten Vermögensanstiege seit 2000 werden sich lediglich auf diese „oberen 10.000“ konzentrieren.

Die Privatpersonen mit Besitztümern oberhalb des Mittelwertes dürften ihren Zugewinn kaum über Sparbücher und Tagesgeldanlagen erreicht haben. Hier wird in einer anderen Liga gespielt. Die Themen rund um Immobilien, Börsen und Handelsplätze spielen eine zentrale Rolle. Der Binsenweisheit „nur wer bereits viel Geld besitzt, kann noch zu viel mehr Geld kommen“, stimmt nur eingeschränkt. Auch kleinere Geldbeträge können mit der richtigen Geldanlage vermehrt werden, mit Hilfe „anständiger“ Renditen. Das Nachsehen wird derjenige haben, der sein Geld noch immer auf einem Sparbuch deponiert hat. In dieser Niedrigzins-Zeit bleibt der Anleger beim „Spiel um die Vermögenszugewinne“ mit Garantie der Zaungast mit dem selbst bezahlten Ticket.

Voraussetzung für echte Renditen: Geld runter vom Sparbuch, rüber aufs Depot

Dem Club der oberen 10.000 braucht man nicht anzugehören, um bei den Börsen selbst kräftig mitzumischen. Eine Bank oder ein Broker reicht für den Start. Die Vielfalt der Handelsmöglichkeiten mit Aktien, Devisen, Binäre Optionen oder CFDs zeigt BrokerVergleich.net auf. Die gemäßigte aber dennoch vielversprechende Variante ist die Geldanlage über ein Wertpapierdepot bei einem Kreditinstitut. Zahlreiche Banken bieten ihren Kunden kräftige Unterstützung durch ein Team aus erfahrenen Börsenhändlern an.

Die meisten erfahrenen „Investmentberater“ dürfte der unbedarfte Einsteiger beim sozialen Netzwerk eToro finden. Die erfolgreichsten und ausgesuchten Mitglieder stehen bei eToro mit ihren Anlagestrategien als Vorbilder parat. Das Kopieren erfolgreicher Schachzüge im täglichen Börsenspiel ist sogar ausdrücklich erwünscht.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.